Im Fokus

Ehrenpreis für Prof. Dr. Thomas Rauschenbach

Die AGJ hat zum dritten Mal den Ehrenpreis der Kinder- und Jugendhilfe verliehen. Er ging an den Direktor des Deutschen Jugendinstituts, Prof. Dr. Thomas Rauschenbach. Bei der Preisverleihung am Donnerstag, den 27. September, würdigte die AGJ-Vorsitzende, Prof. Dr. Karin Böllert, Rauschenbach als „Wandler zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis“, der die bundesdeutsche Kinder- und Jugendhilfe maßgeblich geprägt habe. (Foto: Bildschön, v.l.n.r.: Prof. Dr. Karin Böllert, Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Peter Klausch)

Staat wirkt an Erziehung mit - und wirkt auf Erziehung ein

Die AGJ greift im dem vom Vorstand am 27./28. September 2018 beschlossenen Positionspapier Gedanken zum Verhältnis Kind – Eltern – Staat auf. Diese sind für die Kinder- und Jugendhilfe grundlegend und unvermindert aktuell. Die Forderung der Einführung eines Kindergrundrechts in die Verfassung wird bekräftigt. Es wird aber auch aufgezeigt, dass dieses Recht mit dem Anspruch von Eltern auf Unterstützung in der Wahrnehmung ihres Elternrechts verbunden ist. Es wird auf die zunehmende, zu achtende Selbstständigkeit von Kindern durch ihre Eltern hingewiesen und konkretisiert, wie der Staat selbst die zunehmende Selbstständigkeit u.a. durch Altersgrenzen im Gesetz achtet. In den Handlungsfeldern Kindertagesbetreuung, Hilfe zur Erziehung und Kinderschutz wird auf die Schwierigkeiten eingegangen, mit denen die Praxis trotz des in der Theorie weitestgehend eindeutigen Verhältnisses Kind – Eltern – Staat konfrontiert ist. Auch weitere Erziehungspersonen sind zu berücksichtigen. Die AGJ bestärkt die Kinder- und Jugendhilfe ihren gesellschaftspolitischen Beitrag im Wertedialog mit den Eltern bei der Erziehung wahrzunehmen.

Öffentliche und Freie Jugendhilfe in den Hilfen zur Erziehung

Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ hat kürzlich das Positionspapier „Öffentliche und Freie Jugendhilfe in den Hilfen zur Erziehung: Verantwortungsgemeinschaft im Sinne der Adressatinnen und Adressaten gestalten“ beschlossen. Darin wird die Zusammenarbeit aus verschiedenen Perspektiven vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen der Trägerlandschaft in den Fokus gestellt und Entwicklungslinien und Trendbewegungen aufgezeigt. Darüber hinaus werden Schlussfolgerungen gezogen, wie sich die Zusammenarbeit zwischen Verantwortungsgemeinschaft und Geschäftsbeziehung in den Hilfen zur Erziehung weiterentwickeln sollte, um die Qualität der Angebote und Leistungen im Interesse der Adressatinnen und Adressaten auch künftig sicherzustellen.

Stellenausschreibung

Der Vorstand der AGJ e.V. sucht zum 1. Oktober 2019 eine fachkompetente und belastbare Persönlichkeit mit ausgewiesener kinder- und jugend(hilfe)politischer Expertise für die Geschäftsführung des Vereins und der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ sowie die Leitung der AGJ-Geschäftsstelle. Im Zeitraum vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2019 in der Funktion der stellvertretenden Geschäftsführung zur Übergabe der Dienstgeschäfte – vorbehaltlich der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel. Bei Interesse senden Sie bitte Ihre qualifizierten Bewerbungsunterlagen ein bis zum 15. Dezember 2018 an bewerbung@agj.de.

Für eine starke europäische Jugendpolitik in einem sozialen Europa

Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ hat auf seiner Sitzung am 27./28. September d. J. das Positionspapier „Europäische Jugendpolitik in einem sozialen Europa. Entwicklungsperspektiven von Jugendpolitik in Europa in Zeiten politischen Wandels“ beschlossen. Mit Blick auf die aktuelle Debatte um die Zukunft der Europäischen Union bezieht das Papier klar Stellung für eine starke europäische Jugendpolitik in einem sozialen Europa. Die AGJ unterstreicht die Verantwortung sowohl von Politik und Verwaltung als auch von Zivilgesellschaft für den Fortbestand und die Weiterentwicklung des europäischen Projekts. Zugleich nimmt das Papier die Verantwortung der Kinder- und Jugendhilfe selbst in den Blick und fordert Träger und Fachkräfte auf, sich sehr viel offensiver in den europapolitischen Diskurs zu begeben und sich für die europäische Idee einzusetzen.

Deutscher Kinder- und Jugend(-hilfe) MONITOR 2017

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ hat einen Scan zur Situation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland gemacht – und dazu aktuelle Daten und Fakten analysiert und fokussiert. Die Grundlagen bilden dabei das kinder- und jugendpolitische Leitpapier der AGJ und die für den 16. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT) erstellte empirische Analyse der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfe-Statistik im Forschungsverbund des Deutschen Jugendinstituts und der TU Dortmund sowie der Bildungsbericht 2016 und der 15. Kinder- und Jugendbericht. Das Ergebnis stellt die AGJ im „Deutschen Kinder- und Jugend(-hilfe) Monitor 2017“ vor.

Aktuelle Neuerscheinung

Cover FORUM JUGENDHILFE 2/2018

FORUM JUGENDHILFE 3/2018

Im Fokus - Deutscher Kinder- und Jugendhilfepreis 2018, weitere Themen u.a.: Kontaktmöglichkeiten für Kinder von Inhaftierten, Europäische Jugendpolitik jugendgerecht gestalten, Religiös-rigoristische Erziehung im salafistischen Kontext