Im Fokus

Die AGJ hat den Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreis 2020 ausgeschrieben

Der Praxispreis hat das Thema "Jugendarbeit im ländlichen Raum". Der Medienpreis und der Theorie- und Wissenschaftspreis haben keine Themenbindung. Bewerbungen sind ab sofort bis zum 18.10.2019 möglich und können bei der Geschäftsstelle der AGJ eingereicht werden. (Foto: pixabay)

Inklusion in der Jugendarbeit

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2019 beschäftigt sich die AGJ mit dem Thema Inklusion in der Jugendarbeit. Das Diskussionspapier verdeutlicht, welchen Beitrag Jugendarbeit – trotz vielfältiger struktureller Hindernisse – zur Inklusion junger Menschen mit und ohne Behinderung beitragen will und kann. Der Fokus des Papiers liegt hier auf der Beschreibung inklusiver Praxis und ihrer Gelingensbedingungen. Hierfür wird zunächst auf bestehende rechtliche Rahmenbedingungen und daraus resultierende segregierte Sozialräume und Lebenswelten junger Menschen mit Behinderung eingegangen. Die Potentiale der Jugendarbeit in diesem Kontext werden beleuchtet und positive Beispiele aus der Praxis benannt, welche Inklusion praktisch neu denken und leben. Gelingensbedingungen für inklusive Praxis werden hieraus abgeleitet und mit Empfehlungen für verschiedene Akteure auf unterschiedlichen Ebenen verknüpft. Denn das Ziel, dass junge Menschen mit und ohne Behinderung in der Jugendarbeit ihren Platz finden, Angebote gestalten, sich beteiligen und gemeinsam Alltag leben, wird von der AGJ hier nochmal stark gemacht.

Positionspapier: "Anders als Ihr denkt!“ Ländliche Räume als Gestaltungsaufgabe für die Sozialen Dienste und erzieherischen Hilfen

In der aktuellen Fachdebatte zum Reformvorhaben SGB VIII spielt der ländliche Raum eine nur untergeordnete Rolle. Dabei ist es notwendig, dieses Thema verstärkt in die Fachdebatte einzubringen, da insbesondere im Hinblick auf die Sozialen Dienste und Hilfen zur Erziehung kaum empirisch gesichertes Wissen über deren Entwicklung im ländlichen Raum vorhanden ist. Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ setzt sich in dem vorliegenden Positionspapier mit dem Begriff des ländlichen Raums auseinander. Vor diesem Hintergrund formuliert sie zentrale Anforderungen an die Gestaltung sozialer Orte, die Konzeptualisierung von Diensten sowie der Planung und Weiterentwicklung von Angeboten im ländlichen Raum.

Jetzt anmelden! AGJ-Transferkonferenz: ENGAGIERT, DABEI UND ANERKANNT?! (Junge) islamische Akteure in der Kinder- und Jugendhilfe

Die Transfertagung möchte Gelegenheit geben, gemeinsam und aus unterschiedlichen Blickwinkeln der Frage nachzugehen, wie eine nachhaltige Verankerung von Angeboten einer Kinder- und Jugendhilfe in muslimischer Trägerschaft in den Strukturen der Wohlfahrtserbringung erreicht werden kann. Dabei stehen die damit einhergehenden Herausforderungen, professionellen Perspektiven und strukturellen Notwendigkeiten im Fokus. In Fachvorträgen und Arbeitsgruppen wird dazu eingeladen, sich tiefergehend über Gelingensbedingung und Barrieren sowie best-practice-Beispiele auszutauschen und zukünftige Kooperationsbeziehungen, Verantwortungsbereiche und politische Strategien gemeinsam zu diskutieren und zu reflektieren. Die Transferkonferenz findet in Kooperation mit der Universität Münster und der Universität Hildesheim statt. Gefördert wird sie durch die Stiftung Mercator.

Deutscher Kinder- und Jugendhilfetag 2021

Der Termin für unseren nächsten Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag steht. Europas größter Jugendhilfegipfel findet vom 18. bis 20. Mai 2021 in Essen statt. Das Motto: "Wir machen Zukunft - Jetzt!" Die Veranstalterin - die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe - AGJ - bedankt sich beim Gastgebenden Land NRW, der Gastgebenden Stadt Essen und beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Positionspapier: Notvertretung für unbegleitete minderjährige Geflüchtete – nur zur Not vertreten?

Unbegleitete minderjährige Geflüchtete werden während der vorläufigen Inobhutnahme und auch nach Abschluss des Verteilverfahrens im Rahmen des sogenannten Notvertretungsrechts durch das für sie zuständige Jugendamt bis zur Bestellung einer Vormundschaft vertreten. Diese Konstruktion wurde schon während des Gesetzgebungsprozesses 2015 stark kritisiert, da Interessenkollisionen drohen. Befragungen der Praxis zeigen, dass die in Gesetzesbegründung und Literatur geforderten personellen und organisatorischen Vorkehrungen in einem erheblichen Anteil unterlassen wurden. Die AGJ zeigt in ihrem Positionspapier auf, dass die Rechtslage eine Praxis befördert, bei der die Verteilungsabläufe möglichst nicht gestört und in der Konsequenz Rechte der Kinder und Jugendlichen verkürzt werden. Der Verweis auf informelle statt rechtsstaatliche Wege wird als besorgniserregend eingeschätzt, auch weil Quotenauslastung kein Drehpunkt für den Zugang zu (Beschwerde-)Rechten sein darf.

AGJ positioniert sich zur Umsetzung europäischer Jugendpolitik in Deutschland ab 2019 – Nach vorne schauen und Weiterentwicklung fördern!

Die neue EU-Jugendstrategie 2019-2027 wurde beschlossen und legt die Eckpunkte für die nächsten neun Jahre jugendpolitischer Zusammenarbeit in Europa fest. Aus diesem Anlass befasst sich die AGJ in ihrem Positionspapier „Umsetzung europäischer Jugendpolitik in Deutschland ab 2019 – Nach vorne schauen und Weiterentwicklung fördern!“ mit der Jugend(hilfe)politik in Europa und untersucht insbesondere die EU-Jugendstrategie 2019-2027 auf Anknüpfungspunkte für die Umsetzung in Deutschland. In dem Papier analysiert die AGJ, welche Anforderungen für eine erfolgreiche Umsetzung europäischer Jugendpolitik in Deutschland erfüllt sein sollten und formuliert konkrete Erwartungen an die beteiligten Akteure.

Wachsender Fachkräftebedarf – AGJ fordert Gesamtstrategie zur Personalentwicklung mit Weitblick

2025 wird es voraussichtlich eine Personallücke von etwa 125.000 päd. Fachkräften in der Kinder- und Jugendhilfe geben. Um dieser Entwicklung richtig zu begegnen, spricht sich die AGJ in ihrer aktuellen Position dafür aus, punktuelle Strategien der Fachkräftegewinnung bzw. Personalentwicklung im Rahmen einer Gesamtstrategie zu bündeln und aufeinander abzustimmen und benennt konkrete Maßnahmen. (Foto: pixabay)

Aktuelle Neuerscheinung

FORUM JUGENDHILFE 2/2019

Im Fokus - Radikalisierung und Extremismus u.a. mit den Themen Linksextremismus, Religiös begründeter Extremismus und Rechtsextremismus

Projekte