Aktuelle Neuerscheinung

Sozialgesetzbuch VIII auf dem Stand des Gesetzes zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher mit KKG

FORUM JUGENDHILFE

Heft 4/2015
mit dem Schwerpunkt: Große Lösung/Inklusive Lösung

Stellenausschreibung Projektleitung

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ, Forum und Zusammenschluss von Akteuren und Strukturen der freien und öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe auf der Bundesebene, sucht für das Projekt Koordinierungsstelle "Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft" ab 1. April 2016 befristet bis zum 31. Dezember 2018 eine Projektleitung in Vollzeit (39 Stunden-Woche). Ihre qualifizierten Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte bis zum 12. Februar 2016 an die AGJ.

21.01.2016

Jetzt Bestellungen möglich: Sozialgesetzbuch VIII auf dem Stand des Gesetzes zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher

Die AGJ-Broschüre "Sozialgesetzbuch VIII (SGB VIII) auf dem Stand des Gesetzes zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher", das am 1. November 2015 in Kraft getreten ist, ist erschienen. Daneben wurde das Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz (KKG) im ersten Abschnitt der Broschüre aufgenommen. Die zentralen Begründungen zum Bundeskinderschutzgesetz wurden weiterhin in der Broschüre belassen, da gemäß Artikel 4 des Gesetzes die Bundesregierung die Wirkungen dieses Gesetzes unter Beteiligung der Länder zu untersuchen hatte und der Bericht bis zum 31. Dezember 2015 dem Deutschen Bundestag vorzulegen ist. Die Evaluationsergebnisse werden 2016 bewertet werden müssen. Enthalten ist ferner die Kostenbeteiligungsverordnung mit Kostenbeitragstabelle. Die AGJ freut sich mit der überarbeiteten Auflage der SGB-VIII-Broschüre die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe in Ihrer praktischen Tätigkeit unterstützen zu können, indem sie ihnen kompakt, kostengünstig, handlich und zeitnah die rechtlichen Grundlagen in Form des neuen SGB VIII zur Verfügung stellt. Preis: 7,00 Euro zzgl. Versandkosten, Bestellungen sind ab sofort über den AGJ-Online-Shop möglich!

12.01.2016

Geflüchtete Kinder und Jugendliche sind Kinder und Jugendliche!

Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ hat auf seiner Sitzung am 3./4. Dezember 2015 das Eckpunktepapier „Geflüchtete Kinder und Jugendliche sind Kinder und Jugendliche!" zum Thema „Junge Flüchtlinge – Eine Herausforderung für Europa" verabschiedet. Darin wird die Europäische Union aufgefordert, im Rahmen ihrer Möglichkeiten und insbesondere im Rahmen der EU-Jugendstrategie umfassende Maßnahmen zu ergreifen, um die Chancen und (Lebens-) Perspektiven von jungen Flüchtlingen nachhaltig zu verbessern und deren langfristige gesellschaftliche Integration zu befördern.

16.12.2015

AGJ beschließt Positionspapier „Berufliche Integration für alle zugewanderten Fachkräfte ermöglichen! – Zur Anerkennung von im Ausland erworbenen sozialpädagogischen Berufsqualifikationen

Vor dem Hintergrund bedeutender gesellschaftlicher Entwicklungen, wie der Zunahme der Migration, dem demografischen Wandel und dem verstärkten Fachkräftebedarf in einzelnen Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe gilt es, die Potenziale von allen zugewanderten Fachkräften mit Blick auf ihre mitgebrachten Berufsqualifikationen wahrzunehmen und wertzuschätzen und ihnen ohne jegliche Form der Diskriminierung oder Marginalisierung eine berufliche Teilhabe zu ermöglichen. Auch im Kontext der verstärkten Zuwanderung von Flüchtlingen aufgrund von Krieg, Armut und Vertreibung sollten deshalb neben den dringenden Fragen einer angemessenen Unterbringung und Gesundheitsversorgung Maßnahmen für umfassende Zugänge zu Arbeit, Bildung, Sprache und Gesellschaftswissen sowie die Integration in den (Aus-)Bildungs- und Arbeitsmarkt bzw. in die Gesellschaft verstärkt ins Zentrum politischen Handelns rücken. Um dies zu befördern, fordert die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ mit dem am 3./4. Dezember 2015 vom Vorstand beschlossenen Positionspapier Politikerinnen und Politiker sowie die Akteure im Berufsfeld entsprechend ihres Zuständigkeitsbereiches auf, für alle zugewanderten Fachkräfte qualifikationsadäquate Zugänge in den Arbeitsmarkt sowie Zugänge zum Erwerb von Fachwissen, Sprache und Gesellschaftswissen gleichrangig zu verbessern. Ausgehend von der von Bund und Ländern bis zum 18. Januar 2016 in entsprechende Rechts- und Verwaltungsvorschriften umzusetzenden Richtlinie 2013/55/EU über die Anerkennung von Berufsqualifikationen fordert die AGJ insbesondere, ein über diese EU-Richtlinie hinausgehendes „berufliches Integrationsmodell“ zu etablieren.

15.12.2015

AGJ fordert kommunale Kinder- und Jugendbeteiligung zu stärken

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ hält Kinder- und Jugendbeteiligung für zentral und fordert mit ihrem vom Vorstand am 3./4. Dezember 2015 verabschiedeten Positionspapier eine Stärkung auf kommunaler Ebene. Anhand der in dem Papier aufgeführten Beteiligungsrechte und -standards sowie Interessen und Themen junger Menschen, lassen sich diverse Beteiligungsformate aufzeigen, die auf die jeweiligen kommunalen Gegebenheiten Anwendung finden können.

14.12.2015

Forderung nach Kinderrechten im Grundgesetz

Das Grundgesetz sieht Kinder und Jugendliche vorwiegend aus dem Blickwinkel der Zugehörigkeit zu ihren Sorgeberechtigten und teilt ihnen damit im Prinzip die Rolle als Bezugspunkt elterlicher und staatlicher Sorge (Art. 6 Abs. 2 Satz 2 GG; § 1 Abs. 2 SGB VIII) zu. Aus Sicht der AGJ spiegelt eine solche Stellung von Kindern und Jugendlichen in unserer Gesellschaft die Art und Weise, wie sie im öffentlichen Bewusstsein wahrgenommen werden, nicht umfassend genug wider. Die AGJ nimmt daher erfreut wahr, dass es in Deutschland inzwischen eine breite Unterstützung für die Aufnahme von Kinderrechten in die Verfassung gibt und begrüßt die zahlreichen Initiativen hierzu. Die in der AGJ organisierten Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe sind sich ebenfalls einig: der Schutz, die Förderung und die Partizipation von Kindern und Jugendlichen sind im Grundgesetz zu stärken. Hierfür müssen Staat und Gesellschaft ihr Handeln stärker als bisher auf ihr Wohl ausrichten. Daher unterstützt die AGJ insbesondere jene Vorschläge, die eine Verankerung von Kinderrechten im Artikel 2 GG vorsehen und führt dieses in ihrem Positionspapier "Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz" weiter aus. Das Positionspapier wurde vom Vorstand der AGJ auf seiner Sitzung am 3./4. Dezember 2015 in Berlin beschlossen.

14.12.2015

Vorstand der AGJ verabschiedet Empfehlungen zur Weiterentwicklung und Steuerung der Hilfen zur Erziehung

Ein wesentlicher Aspekt der fachpolitischen Debatte um die Weiterentwicklung und Steuerung der Hilfen zur Erziehung ist die Stärkung der systematischen Verknüpfung insbesondere von niedrigschwelligen Hilfen zur Erziehung mit sozialräumlichen Angeboten und sozialräumlicher Infrastruktur. Im Zuge der „Großen/Inklusiven Lösung“ und der damit einhergehenden Reformierung des SGB VIII sollen die finanziellen, organisatorischen und fachlichen Spielräume im Kontext der Hilfen zur Erziehung klarer ausgestaltet und Rechtssicherheit in Bezug auf Möglichkeiten und Grenzen sozialräumlicher Organisation von Hilfen zur Erziehung geschaffen werden. Zudem eröffnen sich mit der fachpolitischen Debatte um den Reformprozess des SGB VIII (und mit Blick auf die Evaluierung des Bundeskinderschutzgesetzes) Möglichkeiten, die Subjektstellung von Kindern und Jugendlichen im Kinder- und Jugendhilferecht weiter zu stärken. Die Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ zur „Weiterentwicklung und Steuerung der Hilfen zur Erziehung“, die am 3./4. Dezember vom Vorstand der AGJ beschlossen wurden, nehmen im Wesentlichen auf den Beschluss der Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder (JFMK) vom 22./23. Mai 2014 Bezug. Dieser sieht in der Weiterentwicklung der Hilfen zur Erziehung u. a. die Möglichkeit , die Zugänglichkeit und Wirksamkeit der Hilfen zur Erziehung zu verbessern sowie die Potenziale von Regelangeboten und sozialräumlichen Ansätzen stärker zu nutzen und einen effizienteren Mitteleinsatz für erzieherische Hilfen erreichen zu können. Auch wenn das Prinzip des sozialräumlichen Arbeitens für stationäre Hilfen zur Erziehung gleichermaßen gelten soll, beziehen sich die Empfehlungen in ihren Ausführungen insbesondere auf niedrigschwellige, ambulante Hilfen. Zugleich setzen sich die Empfehlungen mit weiteren wesentlichen Themen auseinander, z. B.: Stärkung der Beteiligungsrechte junger Menschen im SGB VIII, wechselseitige Ausgestaltung von Kooperationsverpflichtungen zwischen Kinder- und Jugendhilfe und anderen Leistungssystemen sowie Förderung und Entwicklung der Forschung.

11.12.2015

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