Im Fokus

AGJ positioniert sich zur nachhaltigen Integration von UMF

Die Diskussion darüber wie die Hilfen für geflüchtete junge Menschen zu gestalten sind, wird gegenwärtig von verschiedenen politischen Zielen und Überlegungen zur Kostenentwicklung bestimmt. Mit ihrem am 30. Juni d. J. vom Vorstand verabschiedeten Positionspapier will die AGJ ausgewählte fachpolitisch relevante Aspekte in die aktuelle schnelllebige Debatte einbringen.

Neu erschienen: FORUM Jugendhilfe zur Evaluation Bundeskinderschutzgesetz

Die Ausgabe 2/2016 des FORUM Jugendhilfe beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes. Ziel des Gesetzes, das am 1. Januar 2012 in Kraft getreten ist, ist die umfassende Verbesserung des Kinderschutzes in Deutschland. Damit soll die Prävention und Intervention im Kinderschutz vorangebracht werden und die Zusammenarbeit aller Akteure, die sich für das Wohlergehen von jungen Menschen engagieren, soll gestärkt werden. Die Bundesregierung war verpflichtet, dem Deutschen Bundestag bis zum 31. Dezember 2015 einen Bericht über die Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes vorzulegen.

AGJ-Expertenworkshop "Vergaberecht in der Kinder- und Jugendhilfe?!" am 18. April 2016 - Zusammenfassung der Ergebnisse

Die AGJ lud am 18.04.2016 zu einem Expertenworkshop "Vergaberecht in der Kinder- und Jugendhilfe?!"ein. Anlass hierfür waren im Verlauf der Erstellung eines Positionspapiers zum neuen EU-Sozialvergaberecht deutlich gewordene divergierende Rechtsauffassungen. Ferner bestand die Hoffnung, Ergebnisse der gemeinsamen Diskussion noch für den laufenden Reformprozess SGB VIII nutzbar zu machen. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse des Expertenworkshops finden Sie hier.

Deutscher Kinder- und Jugendhilfepreis 2016 – Preisverleihung fand am 30. Juni statt

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe - AGJ verlieh am 30. Juni d. J. in Berlin den Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreises 2016, der alle zwei Jahre in den Kategorien Praxispreis, Theorie- und Wissenschaftspreis sowie Medienpreis vergeben und von der Obersten Jugend- und Familienbehörden der Länder gestiftet wird. Eine elfköpfige Jury hat aus 160 Bewerbungen die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger ermittelt. Der Deutsche Kinder- und Jugendhilfepreis 2016 ging an: Careleaver e.V. (Preisträger Praxispreis), Dr. Thomas Mühlmann (Preisträger Theorie- und Wissenschaftspreis), Dr. Mirjana Zipperle (Anerkennung Theorie- und Wissenschaftspreis) sowie Thomas Rautenberg (Preisträger Medienpreis) und Birgit Lutz (Anerkennung Medienpreis). Die Urheber der preisgekrönten Arbeiten konnten sich über ein Preisgeld von insgesamt 14.000 Euro freuen. Nähere Informationen über die Preisverleihung sowie die Preisträgerinnen und Preisträger finden Sie unter "Weiterlesen"

AGJ positioniert sich zum Reformprozess SGB VIII

Nach Planung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend soll das SGB VIII weitreichend novelliert werden. Die Reform soll das Leitmotiv "Kinderrechte stärken!" zum Ausgangspunkt haben. Als Themen werden in der Fachwelt die Große bzw. Inklusive Lösung, die Weiterentwicklung und Steuerung der Hilfen zur Erziehung, Änderungen bei der Betriebserlaubnis/Heimaufsicht, die Absicherung der Rechte von Pflegekindern in Dauerpflegeverhältnissen sowie die Änderungen aufgrund der Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes diskutiert. Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ hat sich zu den diversen Einzelthemen/-fragen intensiv ausgetauscht. In den vorliegenden AGJ-Empfehlungen "Vielfalt gestalten, Rechte für alle Kinder und Jugendlichen stärken!" sind Forderungen und Vorschläge gebündelt, mit denen sich die AGJ in dem laufenden Reformprozess SGB VIII positioniert. Die Empfehlungen wurden am 25./26. Februar d. J, vom Vorstand der AGJ verabschiedet.

Forderung nach Kinderrechten im Grundgesetz

Das Grundgesetz sieht Kinder und Jugendliche vorwiegend aus dem Blickwinkel der Zugehörigkeit zu ihren Sorgeberechtigten und teilt ihnen damit im Prinzip die Rolle als Bezugspunkt elterlicher und staatlicher Sorge (Art. 6 Abs. 2 Satz 2 GG; § 1 Abs. 2 SGB VIII) zu. Aus Sicht der AGJ spiegelt eine solche Stellung von Kindern und Jugendlichen in unserer Gesellschaft die Art und Weise, wie sie im öffentlichen Bewusstsein wahrgenommen werden, nicht umfassend genug wider. Die AGJ nimmt daher erfreut wahr, dass es in Deutschland inzwischen eine breite Unterstützung für die Aufnahme von Kinderrechten in die Verfassung gibt und begrüßt die zahlreichen Initiativen hierzu. Die in der AGJ organisierten Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe sind sich ebenfalls einig: der Schutz, die Förderung und die Partizipation von Kindern und Jugendlichen sind im Grundgesetz zu stärken. Hierfür müssen Staat und Gesellschaft ihr Handeln stärker als bisher auf ihr Wohl ausrichten. Daher unterstützt die AGJ insbesondere jene Vorschläge, die eine Verankerung von Kinderrechten im Artikel 2 GG vorsehen und führt dieses in ihrem Positionspapier "Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz" weiter aus. Das Positionspapier wurde vom Vorstand der AGJ auf seiner Sitzung am 3./4. Dezember 2015 in Berlin beschlossen.

Aktuelle Neuerscheinung

FORUM JUGENDHILFE 2/2016

FORUM JUGENDHILFE 2/2016

mit dem Schwerpunkt: Evaluation Bundeskinderschutzgesetz

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