Eurochild

Im europäischen Netzwerk Eurochild vertritt die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ als Gründungsmitglied die Interessen der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland.

Eurochild ist seit 2004 mit dem Ziel der Förderung des Wohlergehens und der Rechte von jungen Menschen in Europa aktiv. Mittlerweile hat das Netzwerk 171 Mitglieder aus 34 Ländern und über das EU-Programm "Employment and Social Innovation" (EaSI) co-finanziert.

Eurochild hat sich die Entwicklung und Weitergabe von Informationen über Kinder- und Jugend(hilfe)politik und -praxis, die Beeinflussung von Politikentwicklung auf europäischer Ebene sowie die Kooperation zwischen Mitgliedern und mit anderen europäischen Organisationen zum Ziel gemacht.

Eurochild wendet sich regelmäßig als Teil formeller und informeller Strukturen mit Empfehlungen an die Europäische Kommission, das Europäische Parlament, den Europarat und die Vereinten Nationen. Weitere Arbeitsinstrumente von Eurochild sind Kampagnen, Diskussionsforen, Konferenzen, Seminare und Publikationen.

An dieser Stelle finden Sie zukünftige Konferenzen, Schlagworte und Zugänge zu aktuellen Aktivitäten von Eurochild:

Veranstaltungen von Eurochild in 2018

Eurochild Mitgliederversammlung 2018

Am 18. April 2018 fand in Brüssel die Eurochild-Mitgliederversammlung statt. Viele Punkte standen auf der Tagesordnung u. a. die Präsentation des Finanzergebnisses von Eurochild von 2017, Budgetplanung 2018 und die Vorstellung und Bestätigung der neuen Mitglieder, darunter das Deutsche Kinderhilfswerk.

Die Vorstandswahlen ergaben, dass Mariana Pisarska (National Network for Children, Bulgaria) und Miia Pitkänen (Central Union for Child Welfare, Finland) neu in den Vorstand gewählt wurden. Die aus dem Vorstand eigentlich aussscheidende Hannah Heinonen (Family, Child, Youth Association, Hungary) wurde als Interimpräsidentin bestimmt, da Norah Gibbons aus Krankheitsgründen zurzeit nicht zur Verfügung steht.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde der Strategische Plan von Eurochild 2019-2021 final verabschiedet. Im Strategischen Plan sind die Ziele seitens Eurochild für drei Jahre festgelegt, darüber hinaus werden Maßnahmen und Methoden zur Zielerreichung vorgestellt. Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ hat sich im Vorfeld, im Rahmen einer Umfrage, zu den vorgestellten Themenbereichen auf Arbeitsebene geäußert und die drei strategischen Ziele begrüßt, die da lauten:

  • Kinderarmut und soziale Ausgrenzung verringern und sich für das Wohlergehen von Kindern einsetzen
  • Sicherung des Kindeswohls und der Kinderschutzsysteme sowie Einsatz für Veränderungen in der institutionellen Unterbringung bzw. Schaffung guter Voraussetzungen, so dass die festgelegte Richtlinie für die alternative Betreuung zukünftig erfolgreich und zum Wohle der Kinder, Jugendlichen und deren Familien in der Praxis umgesetzt werden kann
  • Kinderrechte innerhalb Europas zu stärken und zu schützen

Lesen Sie hier:

(28.05.2018)

2017

Veranstaltungen von Eurochild in 2017

Im Zeitalter der sozialen Rechte in Kinder investieren

Der Eurochild Report zum Europäischen Semester 2017 ist veröffentlicht.

Eurochild hat im Zuge der jährlichen Schattenberichterstattung zur Implementierung der Strategie Europa 2020 seinen Bericht über das Europäische Semester 2017 mit dem Titel „Im Zeitalter der sozialen Rechte in Kinder investieren" veröffentlicht.

22 Mitgliedsorganisationen aus 18 EU-Mitgliedsstaaten (darunter die AGJ) haben an dem Bericht mit ihrer fachlichen Expertise mitgewirkt. Der Bericht spricht für jeden EU-Mitgliedsstaat alternative Empfehlungen aus, wie man in Kinder investieren kann. 

Der Bericht „Im Zeitalter der sozialen Rechte in Kinder investieren" kann hier abgerufen werden. Er ist auf Englisch verfasst und umfasst 80 Seiten. Das Länderprofil für Deutschland ist auf den Seiten 47-48 zu finden.

(19.12.2017)

2016

Veranstaltungen von Eurochild in 2016:

Eurochild veröffentlicht Schattenbericht zum Europäischen Semester 2016

Eurochild hat im Zuge der jährlichen Schattenberichterstattung zur Implementierung der Europa 2020-Strategie seinen Bericht über das Europäische Semester 2016 mit dem Titel „Investiert Europa ausreichend in unsere Kinder und Jugendlichen?“ veröffentlicht.

Basierend auf den Inputs von 28 Mitgliedsorganisationen (darunter der AGJ) stellt Eurochild darin dar, ob und inwiefern die Belange von Kindern im Semester-Prozess 2016 berücksichtigt wurden. Weiterhin wird analysiert, inwieweit die Empfehlung der Europäischen Kommission „Investitionen in Kinder: Den Kreislauf der Benachteiligung durchbrechen" vom 20. Februar 2013 in den einzelnen Mitgliedstaaten implementiert wurde. Die Gesamtbilanz fällt eher durchwachsen, wenn auch etwas positiver aus als im letzten Jahr. Investiert Europa ausreichend in unsere Kinder und Jugendlichen?“  

Der Beitrag der AGJ zur Schattenberichterstattung basierte auf bestehenden AGJ-Papieren und wurde von Frau Porst in Zusammenarbeit mit der Unterarbeitsgruppe des Fachausschusses II zur Schattenberichterstattung zusammengestellt. In diesem Jahr war neben der AGJ erstmals auch die National Coalitions - Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention als neues Eurochild-Partnernetzwerk in Deutschland an der Schattenberichterstattung beteiligt.

Der Bericht „Investiert Europa ausreichend in unsere Kinder und Jugendlichen?“ kann hier abgerufen werden. Er ist in englischer Sprache verfasst und umfasst 86 Seiten. Das Länderprofil für Deutschland ist auf den Seiten 38-40 zu finden.

(01.12.2016)

Eurochild-Netzwerk wählt neue Vorsitzende und neuen Vorstand

Die Irin Norah Gibbons ist neue Vorsitzende von Eurochild

Bei der Mitgliederversammlung von Eurochild im Mai 2016 wurde die Irin Norah Gibbons zur neuen Vorsitzenden gewählt und löst damit Maria Herczog ab, die den Eurochild-Vorstand in den vergangenen sechs Jahren angeführt hatte. Gibbons war zuvor viele Jahre im Bereich Kinderrechte aktiv, zuletzt als erste Vorsitzende von Tusla, der irischen Kinder- und Familienbehörde.

Weitere Vorstandsmitglieder sind Ljiljana Vasic von Pomoc Deci (Serbien), Dana Rusinova von der Coalition for Children (Slowakei), Geert Jorgensen (Dänemark) sowie Otto Sestak von Hope and Homes for Children (Rumänien).  

Außerdem wurden 17 neue Mitgliedsorganisationen in das Netzwerk aufgenommen.

Mehr dazu hier.

(01.07.2016)

2015

Investiert Europa ausreichend in unsere Kinder und Jugendlichen?

Der Eurochild Report zum Europäischen Semester ist veröffentlicht.

 Eurochild hat im Zuge der jährlichen Schattenberichterstattung zur Implementierung der Strategie Europa 2020 seinen Bericht über das Europäische Semester 2015 mit dem Titel „Investiert Europa ausreichend in unsere Kinder und Jugendlichen?“ veröffentlicht, an dessen Erarbeitung die AGJ als Gründungsmitglied von Eurochild aktiv mitgewirkt bzw. der Erarbeitung ausführlich zugearbeitet hat.  
Im Europäischen Semester wird die Strategie Europa 2020 für Beschäftigung und Wachstum umgesetzt und überprüft. Ein zentrales Instrument für die Umsetzung der Strategie Europa 2020 sind die Nationalen Reformprogramme (NRP).

In dem Zusammenhang hatte die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ im Juni 2015 zudem die Stellungnahme „Die Strategie Europa 2020 - Die Rechte und das Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen stärker berücksichtigen!“ beschlossen, in der eine Bewertung der für die Kinder- und Jugendhilfe relevanten Themenbereiche im Nationalen Reformprogramm Deutschland (NRP) 2015 des Europäischen Semesters und der Strategischen Sozialberichterstattung 2015 sowie der vorausgegangenen länderspezifischen Empfehlungen des Rates vom 8. Juli 2014 zum Nationalen Reformprogramm vorgenommen wurde.

In dem aktuellen Bericht von Eurochild wird das Europäische Semester 2015 dahingehend bewertet, inwieweit mit Blick auf die ergriffenen Maßnahmen zur Erreichung der sozial- und beschäftigungspolitischen Ziele der Strategie Europa 2020 auch die Belange von Kindern und Jugendlichen berücksichtigt wurden bzw. ob der Prozess des Europäischen Semesters eher positive oder negative Effekte auf die Lebenslagen und Perspektiven von Kindern und Jugendlichen hat.
Zudem steht im Mittelpunkt der Analyse die Frage, inwieweit die Empfehlung der Europäischen Kommission „Investitionen in Kinder: Den Kreislauf der Benachteiligung durchbrechen“ vom 20. Februar 2013 in den einzelnen Mitgliedstaaten implementiert wurden.

Die Analyse bietet einen EU-weiten Überblick über das Engagement, in Kinder und Jugendliche zu investieren, und beschreibt notwendige Maßnahmen und Verbesserungsvorschläge mit Blick auf die zukünftige Ausgestaltung des Prozesses des Europäischen Semesters.   

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass der Prozess des Europäischen Semesters nicht den erforderlichen Beitrag zur Bekämpfung der zunehmenden Armut von Kindern du Jugendlichen in Europa leistet, obgleich die Senkung des Anteils der von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohten Bevölkerung in Europa eines der Kernziele der Strategie Europa 2020 darstellt. Die Ziele Wachstum und Beschäftigung haben uneingeschränkten Vorrang und das Europäische Semester als Instrument zur Implementierung einer integrierten Strategie verliert seine kohärente Ausrichtung.

Insgesamt haben 25 zentrale Akteure aus 23 Mitgliedstaaten an der Erarbeitung des Berichtes mitgewirkt.

Wichtige Links zum Prozess:

  • Den Link zum Bericht von Eurochild finden Sie hier.
  • Die Kommissionsempfehlung können Sie hier downloaden:
  • Was ist das Europäische Semester? Die Europäische Kommission erklärt.

(11.01.2016)

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Im Fokus - Deutscher Kinder- und Jugendhilfepreis 2018, weitere Themen u.a.: Kontaktmöglichkeiten für Kinder von Inhaftierten, Europäische Jugendpolitik jugendgerecht gestalten, Religiös-rigoristische Erziehung im salafistischen Kontext