Die Inklusive Lösung – wie geht es weiter?

Die Debatte um die Inklusive Lösung ist in der kommenden Legislaturperiode fortzusetzen. Im aktuellen Gesetzgebungsentwurf des Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) sind lediglich kleinere Änderungen enthalten, die die Kinder- und Jugendhilfe auffordern, die Bedarfe junger Menschen mit Behinderung und ihrer Familien stärker in den Blick zu nehmen. Die Bemühungen um eine Inklusive Lösung gehen jedoch weiter.
Deshalb haben die Fachverbände für Menschen mit Behinderung ihre Vorstellungen zu einer Inklusiven Lösung innerhalb einer Reform des SGB VIII nun in einem Diskussionspapier gebündelt. Es gibt Impulse für die Fortführung der Diskussion, indem es nicht nur Erwartungen an das weitere Verfahren, sondern auch Aussagen zu Grundbedingungen und konkreten Einzelfragen einer solchen Reform trifft.
Die AGJ wird ihre Anstrengungen um eine Inklusive Lösung ebenfalls weiterführen und diese wo möglich unterstützen. Unsere Empfehlungen „Vielfalt gestalten, Rechte für alle Kinder und Jugendlichen stärken!“ bilden hierfür weiter eine wichtige Grundlage. Durch die Neuwahl von zwei weiteren Einzelmitgliedern, die aus dem Bereich der Behindertenhilfe stammen, wurde zudem der Vorstand der AGJ personell erweitert. Die Mitgliederversammlung wählte am 12. Mai d. J. Norbert Müller-Fehling (BVKM) und Tina Cappelmann (Bundesvereinigung Lebenshilfe). Dank ihrer Expertise wird die AGJ-interne Debatte über die inhaltliche Begleitung des Reformprozesses zur inklusiven Lösung nochmals ergänzt.

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FORUM JUGENDHILFE 3/2016

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u.a. zu: Rechtsentwicklung: Motor für mehr Gerechtigkeit?; Analysen des Fachkräftebarometers Frühe Bildung 2017