Im Fokus

SGB VIII-Reform: AGJ nimmt Stellung zum Referentenentwurf

Eine Woche nach Bekanntwerden des Referentenentwurfs eines Gesetzes zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen nimmt der Geschäftsführende Vorstand der AGJ Stellung dazu. Auch wenn die AGJ an verschiedenen Stellen noch Nachbesserungs- oder Klärungsbedarf sieht, hält sie den Referentenentwurf in der Gesamtbetrachtung für eine wertvolle Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendhilferechts.

16. Kinder- und Jugendbericht: AGJ begrüßt frischen Wind in der Debatte um politische Bildung und bietet selbst Forum dafür – Fachveranstaltung in Kooperation mit der Sachverständigenkommission zum 16. KJB

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ unterstützt die zentrale Empfehlung der Sachverständigen des 16. Kinder- und Jugendberichts, dass alle junge Menschen mehr zeitgemäße und umfassende politische Bildung erhalten“. Dies sagte die Geschäftsführerin der AGJ, Franziska Porst, anlässlich der Vorstellung des Berichts durch Bundesjugendministerin Franziska Giffey am 11. November. Zuvor hatte das Bundeskabinett eine Stellungnahme zum Bericht, der den Schwerpunkt „Förderung demokratischer Bildung im Kindes- und Jugendalter“ hat, beschlossen. Der 16. Kinder- und Jugendbericht (16. KJB) wird nun Bundestag und Bundesrat vorgelegt.

Aktuelles FORUM Jugendhilfe setzt Fokus auf EU-Ratspräsidentschaft

Gemeinsam. Europa wieder stark machen – unter diesem Motto hat am 1. Juli 2020 die deutsche EU-Ratspräsidentschaft begonnen. Ihr ist die Schwerpunktausgabe der aktuellen FORUM Jugendhilfeausgabe 3/2020 gewidmet. Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft auch einen Beitrag zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie leisten. Den Handlungsfeldern Befähigung, Beteiligung und Begegnung widmen sich insgesamt sieben Beiträge im aktuellen FORUM Jugendhilfe. Darüber hinaus werden, durch die deutsche EU-Ratspräsidentschaft, Impulse für die Kinderrechte und die Bekämpfung von Kinderarmut erwartet. Auch hierzu finden Sie drei Beiträge in dieser Ausgabe.

17. DJHT 2021: Anmeldezahlen für Präsenzmesse und Fachkongress ein voller Erfolg – Herzlichen Dank!

Der nächste Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag, der vom 18. bis 20. Mai 2021 in Essen stattfindet, wird das erste Mal hybrid durchgeführt. Die Anmeldeverfahren für die Präsenzfachmesse und den Fachkongress sind derzeit abgeschlossen und die Zahlen sprechen von einem vollen Erfolg. 381 Aussteller*innen werden sich im nächsten Jahr auf der Fachmesse von Europas größtem Jugendhilfegipfel präsentieren. Darüber hinaus haben die AGJ-Mitgliedsorganisationen und AGJ-Partner*innen 276 Fachveranstaltungen eingereicht. Der AGJ-Vorstand wird Anfang Dezember 2020 beschließen, welche Veranstaltungen final durchgeführt werden können. Wir danken allen ganz herzlich!

Dokumentation des Transferdialogs "Auswirkungen von Corona auf die Kinder- und Jugendhilfe und ihre Adressat*innen" vom 2.11.2020 demnächst auf dieser Website

Die Corona-Krise fordert die Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe heraus. Der Austausch zwischen Forschung und Praxis ist daher wichtiger denn je. Eine Plattform dafür bietet die AGJ mit ihrer Transferdialog-Reihe. Nach dem großen Erfolg der ersten Transferdialog-Veranstaltung im Juni 2020 hat nun die zweite Online-Konferenz am 2.11.2020 (10-17 Uhr), erneut in Kooperation mit der Universität Münster, stattgefunden. 

Corona-Sonderseiten des Fachkräfteportals: Strukturierte und seriöse Informationen

Rechtliche Grundlagen, Förderinformationen, Forschungsergebnisse, Alltagstipps und vielfältigste Informationen zu den Auswirkungen der Pandemie auf die Arbeit der Fachkräfte und die Lebenslage der Adressatinnen und Adressaten sind unter www.jugendhilfeportal.de/coronavirus gebündelt und nach Arbeitsfeldern und Themenbereichen strukturiert.

JUGENDSOZIALARBEIT IN VERANTWORTUNG DER KINDER- UND JUGENDHILFE

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ macht in ihrem Diskussionspapier „Jugendsozialarbeit in Verantwortung der Kinder- und Jugendhilfe“ die Notwendigkeit verlässlicher Angebote der Jugendsozialarbeit deutlich und fordert eine vermehrte Aufmerksamkeit für das Handlungsfeld bei den örtlichen Jugendhilfeträgern sowie kommunalen Schnittstellenpartner*innen.

GEGEN ABSCHOTTUNG UND FÜR EINE UNION DER WILLIGEN

„Nach dem Brand im Camp Moria sind wir schockiert über die noch immer zögerliche Haltung der deutschen Bundespolitik und die Handlungsunwilligkeit der Europäischen Union“. Die AGJ-Vorsitzende Prof. Dr. Karin Böllert äußert sich besorgt über die Situation auf Lesbos, aber auch auf anderen griechischen Inseln. Wir fordern die deutsche Bundesregierung auf, endlich ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Sie muss dafür sorgen, dass geflüchteten Kindern und Jugendlichen der ihnen nach der UN-Kinderrechtskonvention zustehende Schutz gewährt wird!