Eurochild

Im europäischen Netzwerk Eurochild vertritt die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ als Gründungsmitglied die Interessen der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland.

Eurochild ist seit 2004 mit dem Ziel der Förderung des Wohlergehens und der Rechte von jungen Menschen in Europa aktiv. Mittlerweile hat das Netzwerk 178 Mitglieder aus 32 Ländern und über das EU-Programm "Employment and Social Innovation" (EaSI) co-finanziert.

Eurochild hat sich die Entwicklung und Weitergabe von Informationen über Kinder- und Jugend(hilfe)politik und -praxis, die Beeinflussung von Politikentwicklung auf europäischer Ebene sowie die Kooperation zwischen Mitgliedern und mit anderen europäischen Organisationen zum Ziel gemacht.

Eurochild wendet sich regelmäßig als Teil formeller und informeller Strukturen mit Empfehlungen an die Europäische Kommission, das Europäische Parlament, den Europarat und die Vereinten Nationen. Weitere Arbeitsinstrumente von Eurochild sind Kampagnen, Diskussionsforen, Konferenzen, Seminare und Publikationen.

An dieser Stelle finden Sie zukünftige Konferenzen, Schlagworte und Zugänge zu aktuellen Aktivitäten von Eurochild:

Veranstaltungen von Eurochild in 2017

Eurochild veröffentlicht Schattenbericht zum Europäischen Semester 2016

Eurochild hat im Zuge der jährlichen Schattenberichterstattung zur Implementierung der Europa2020-Strategie seinen Bericht über das Europäische Semester 2016 mit dem Titel „Investiert Europa ausreichend in unsere Kinder und Jugendlichen?“ veröffentlicht.

Basierend auf den Inputs von 28 Mitgliedsorganisationen (darunter der AGJ) stellt Eurochild darin dar, ob und inwiefern die Belange von Kindern im Semester-Prozess 2016 berücksichtigt wurden. Weiterhin wird analysiert, inwieweit die Empfehlung der Europäischen Kommission „Investitionen in Kinder: Den Kreislauf der Benachteiligung durchbrechen“ vom 20. Februar 2013 in den einzelnen Mitgliedstaaten implementiert wurde. Die Gesamtbilanz fällt eher durchwachsen, wenn auch etwas positiver aus als im letzten Jahr.

Der Beitrag der AGJ zur Schattenberichterstattung basierte auf bestehenden AGJ-Papieren und wurde von Frau Porst in Zusammenarbeit mit der Unterarbeitsgruppe des Fachausschusses II zur Schattenberichterstattung zusammengestellt. In diesem Jahr war neben der AGJ erstmals auch die National Coalition – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention als neues Eurochild-Partnernetzwerk in Deutschland an der Schattenberichterstattung beteiligt.

Der Bericht „Investiert Europa ausreichend in unsere Kinder und Jugendlichen?“ kann hier abgerufen werden. Er ist auf Englisch verfasst und umfasst 86 Seiten. Das Länderprofil für Deutschland ist auf den Seiten 38-40 zu finden.

(01.12.2016)

Eurochild-Netzwerk wählt neue Vorsitzende und neuen Vorstand

Die Irin Norah Gibbons ist neue Vorsitzende von Eurochild

Bei der Mitgliederversammlung von Eurochild im Mai 2016 wurde die Irin Norah Gibbons zur neuen Vorsitzenden gewählt und löst damit Maria Herczog ab, die den Eurochild-Vorstand in den vergangenen sechs Jahren angeführt hatte. Gibbons war zuvor viele Jahre im Bereich Kinderrechte aktiv, zuletzt als erste Vorsitzende von Tusla, der irischen Kinder- und Familienbehörde.

Weitere Vorstandsmitglieder sind Ljiljana Vasic von Pomoc Deci (Serbien), Dana Rusinova von der Coalition for Children (Slowakei), Geert Jorgensen (Dänemark) sowie Otto Sestak von Hope and Homes for Children (Rumänien).  

Außerdem wurden 17 neue Mitgliedsorganisationen in das Netzwerk aufgenommen.

Mehr dazu hier.

(01.07.2016)

Veranstaltungen von Eurochild in 2016:

Investiert Europa ausreichend in unsere Kinder und Jugendlichen?

Der Eurochild Report zum Europäischen Semester ist veröffentlicht.

 Eurochild hat im Zuge der jährlichen Schattenberichterstattung zur Implementierung der Strategie Europa 2020 seinen Bericht über das Europäische Semester 2015 mit dem Titel „Investiert Europa ausreichend in unsere Kinder und Jugendlichen?“ veröffentlicht, an dessen Erarbeitung die AGJ als Gründungsmitglied von Eurochild aktiv mitgewirkt bzw. der Erarbeitung ausführlich zugearbeitet hat.  
Im Europäischen Semester wird die Strategie Europa 2020 für Beschäftigung und Wachstum umgesetzt und überprüft. Ein zentrales Instrument für die Umsetzung der Strategie Europa 2020 sind die Nationalen Reformprogramme (NRP).

In dem Zusammenhang hatte die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ im Juni 2015 zudem die Stellungnahme „Die Strategie Europa 2020 - Die Rechte und das Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen stärker berücksichtigen!“ beschlossen, in der eine Bewertung der für die Kinder- und Jugendhilfe relevanten Themenbereiche im Nationalen Reformprogramm Deutschland (NRP) 2015 des Europäischen Semesters und der Strategischen Sozialberichterstattung 2015 sowie der vorausgegangenen länderspezifischen Empfehlungen des Rates vom 8. Juli 2014 zum Nationalen Reformprogramm vorgenommen wurde.

In dem aktuellen Bericht von Eurochild wird das Europäische Semester 2015 dahingehend bewertet, inwieweit mit Blick auf die ergriffenen Maßnahmen zur Erreichung der sozial- und beschäftigungspolitischen Ziele der Strategie Europa 2020 auch die Belange von Kindern und Jugendlichen berücksichtigt wurden bzw. ob der Prozess des Europäischen Semesters eher positive oder negative Effekte auf die Lebenslagen und Perspektiven von Kindern und Jugendlichen hat.
Zudem steht im Mittelpunkt der Analyse die Frage, inwieweit die Empfehlung der Europäischen Kommission „Investitionen in Kinder: Den Kreislauf der Benachteiligung durchbrechen“ vom 20. Februar 2013 in den einzelnen Mitgliedstaaten implementiert wurden.

Die Analyse bietet einen EU-weiten Überblick über das Engagement, in Kinder und Jugendliche zu investieren, und beschreibt notwendige Maßnahmen und Verbesserungsvorschläge mit Blick auf die zukünftige Ausgestaltung des Prozesses des Europäischen Semesters.   

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass der Prozess des Europäischen Semesters nicht den erforderlichen Beitrag zur Bekämpfung der zunehmenden Armut von Kindern du Jugendlichen in Europa leistet, obgleich die Senkung des Anteils der von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohten Bevölkerung in Europa eines der Kernziele der Strategie Europa 2020 darstellt. Die Ziele Wachstum und Beschäftigung haben uneingeschränkten Vorrang und das Europäische Semester als Instrument zur Implementierung einer integrierten Strategie verliert seine kohärente Ausrichtung.

Insgesamt haben 25 zentrale Akteure aus 23 Mitgliedstaaten an der Erarbeitung des Berichtes mitgewirkt.

Wichtige Links zum Prozess:

  • Den Link zum Bericht von Eurochild finden Sie hier.
  • Die Kommissionsempfehlung können Sie hier downloaden:
  • Was ist das Europäische Semester? Die Europäische Kommission erklärt.

(11.01.2016)

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