Flüchtlinge

Notvertretung für unbegleitete minderjährige Geflüchtete - nur zur Not vertreten?

Unbegleitete minderjährige Geflüchtete werden während der vorläufigen Inobhutnahme und auch nach Abschluss des Verteilverfahrens im Rahmen des sogenannten Notvertretungsrechts durch das für sie zuständige Jugendamt bis zur Bestellung einer Vormundschaft vertreten. Diese Konstruktion wurde schon während des Gesetzgebungsprozesses 2015 stark kritisiert, da Interessenkollisionen drohen. Befragungen der Praxis zeigen, dass die in Gesetzesbegründung und Literatur geforderten personellen und organisatorischen Vorkehrungen in einem erheblichen Anteil unterlassen wurden. Die AGJ zeigt in ihrem Positionspapier auf, dass die Rechtslage eine Praxis befördert, bei der die Verteilungsabläufe möglichst nicht gestört und in der Konsequenz Rechte der Kinder und Jugendlichen verkürzt werden. Der Verweis auf informelle statt rechtsstaatliche Wege wird als besorgniserregend eingeschätzt, auch weil Quotenauslastung kein Drehpunkt für den Zugang zu (Beschwerde-)Rechten sein darf.

BumF lehnt derzeitiges Gesetzesvorhaben zum Datenaustauschverbesserungsgesetz ab

Kritisiert wird vom Bundesfachverband umF in einer Stellungnahme, dass die derzeit angedachten Vorgaben den grundlegenden Prinzipien des Minderjährigenschutzes widersprechen. Darüber hinaus fehle die Sicherstellung des Primats der Kinder- und Jugendhilfe für alleinflüchtende Minderjährige.

Forschungsbedarfe mit Blick auf Geflüchtete im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe

Diskussionspapier der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ

Deutscher Kinder- und Jugendhilfetag fordert „sauberen Wahlkampf“: „Junge Anständige“ sollen Wahlkampf-Populisten digitalen Gegenwind bieten

„Kein Parteienstreit auf dem Rücken der Flüchtlinge – Keine Neiddebatte“

Europapolitischer Zwischenruf: Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen in Europa verteidigen! Europa mit einer jugend- und bildungspolitischen Agenda erneuern!

Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ

Qualifizierung und Qualifikation von Fachkräften mit Blick auf die Begleitung, Unterstützung und Integration von geflüchteten Familien und unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten“

Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe - AGJ

Breiter Appell an die Länder gegen bayerischen Vorschlag

Eine breite Initiative von Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ, DIJuF und 43 weiteren Verbänden und Organisationen hat sich in einem heutigen Appell gegen den Beschlussvorschlag aus Bayern zu Standards und Kosten für die unbegleiteten minderjährigen Ausländer gewandt. Der Beschlussvorschlag wurde zur Jahreskonferenz der Regierungschefinnen und -chefs der Länder vorgelegt, die von heute an bis zum 28. Oktober in Rostock tagt. Die Unterzeichner sprechen sich vor allem gegen die Forderung nach eine speziellen Leistungsart „Jugendwohnen“ für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und dem Vorrang von Angeboten der Jugendsozialarbeit aus. Dies bedeute eine kinderrechtswidrige Diskriminierung. Des Weiteren weisen sie die Forderung „gesetzlich sicherzustellen, dass sich Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe auf Minderjährige konzentrieren (soll)“ entschieden zurück.

Die Unterzeichner hoffen, mit ihrem Appell die mit dem Beschlussvorschlag verbundenen negativen Auswirkungen  abwenden zu können.

 

22 mio. junge chancen. gemeinsam.gesellschaft.gerecht.gestalten

Kinder- und jugendpolitisches Leitpapier zum 16. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag

Radio-Reportage zu UMF mit Deutschem Kinder- und Jugendhilfepreis 2016 ausgezeichnet

Thomas Rautenberg vom rbb ist der Medienpreisträger des Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreises 2016, der die Jury mit

seiner Langzeit-Radio-Reportage „Allein in der Fremde“, ausgestrahlt im rbb-Kulturradio am 7. Januar 2014, Redaktion Zeitpunkte, vollkommen überzeugte. In der 25-minütigen Radio-Reportage geht es um zwei unbegleitete minderjährige Flüchtlingsmädchen aus Afghanistan, die auf der Flucht von ihren Eltern getrennt wurden. Der Journalist begleitet die beiden Flüchtlingsmädchen von der Aufnahme im Flüchtlingsheim ALREJU in Fürstenwalde bis zum gemeinsamen Leben mit den Eltern in Berlin. Eine detaillierte Berichterstattung zu den Preisträgerinnen des Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreises 2016 finden Sie unter nachfolgendem Link.

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge – Bedingungen für nachhaltige Integration schaffen

Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ

Aktuelle Neuerscheinung

FORUM JUGENDHILFE 2/2019

Im Fokus - Radikalisierung und Extremismus u.a. mit den Themen Linksextremismus, Religiös begründeter Extremismus und Rechtsextremismus

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