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AGJ-Session zu „Jugendarbeit in Corona-Zeiten“ beim 3. Bundeskongress Kinder- und Jugendarbeit

Die AGJ hat sich mit einer Session am Programm des 3. Bundeskongress Kinder- und Jugendarbeit beteiligt. 95 Teilnehmer*innen haben an der Veranstaltung teilgenommen, die von Sarah Primus als stellvertretende Vorsitzende des AGJ-Fachausschuss V „Jugend, Bildung, Jugendpolitik“ und Eva-Lotta Bueren als zuständiger Referentin der AGJ moderiert wurde. Ziel der Veranstaltung war es, die Thesen des Diskussionspapiers zum gleichnamigen Thema, welches im Fachausschuss V zur gleichen Zeit erarbeitet wurde, mit dem Fachpublikum zu diskutieren, weiterzuentwickeln sowie zu aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen ins Gespräch zu kommen. Dazu gab es zwei Inputs: Jenny Hübner (Alice Salomon Hochschule) referierte zum Thema „Junge Menschen und ihre Institutionen haben zu wenig Lobby“ und ging hier auf Jugendbilder in der Corona-Pandemie, (fehlende) Lobby junger Menschen sowie Auswirkungen der Krise und die Verantwortung der Jugendarbeit ein. Zum anderen gab Volker Reif (FA V-Mitglied und Vertreter der BAGLJÄ) einen Einblick in die Auswirkungen der Krise auf die Angebote und (fragilen) Strukturen der Jugendarbeit. Er verdeutlichte zudem die Ausgabenentwicklung in der Jugendarbeit und betonte im Zusammenhang damit die Relevanz sozialer Infrastruktur. 

In einer darauffolgenden Publikumsdiskussion konnte festgestellt werden, dass die Themen im Papier auch für die Teilnehmer*innen von großer Relevanz waren und aktuelle Diskurse abbildeten. Zudem wurde die Frage eingebracht, ob es nicht an der Zeit wäre, dass die Jugendhilfe die Diskussion zu einer vollständigen Öffnung der Angebote der Jugendarbeit führe und diese fordere. Es wurde zudem deutlich, dass es ein gemeinsames politisches Wirken zwischen freien und öffentlichen Trägern brauche und hierfür Orte, wie die Jugendhilfeausschüsse und die Arbeitsgruppen nach §78 SGB VIII, genutzt werden müssten.

Die Veranstaltung wurde durch verschiedene und engagierte Beiträge von Teilnehmer*innen sehr bereichert und zeigte dadurch, dass die Akteure der Jugendarbeit nach fast zwei Jahren Corona nicht müde werden, über die Auswirkungen von Corona zu diskutieren sowie Lösungen und Verbesserungspotentiale im Kontext Jugendarbeit und für junge Menschen zu suchen.