Im Fokus

Broschüre "Informationen für Eltern, die nicht miteinander verheiratet sind" neu erschienen

In der 30-seitigen Broschüre erläutert die AGJ die gesetzlichen Bestimmungen von der Abstammung über das Namensrecht, die elterliche Sorge bis zum Umgangsrecht. Sie gibt damit einen Überblick über Rechte und Pflichten nicht miteinander verheirateter Eltern sowie über Unterstützungs- und Beratungsleistungen der Kinder- und Jugendhilfe. Die Broschüre kann zum Preis von 0,50 Euro zzgl. Versandkosten im E-Shop bestellt werden. (Foto: pixabay)

Neuer Beteiligungsprozess des Bundes zur Modernisierung des SGB VIII

Die AGJ beteiligt sich an dem vom Bundesministerium für Frauen, Senioren, Familie und Jugend (BMFSFJ) gestarteten breiten Beteiligungs- und Dialogprozess zur Modernisierung der Kinder- und Jugendhilfe.

Wachsender Fachkräftebedarf – AGJ fordert Gesamtstrategie zur Personalentwicklung mit Weitblick

2025 wird es voraussichtlich eine Personallücke von etwa 125.000 päd. Fachkräften in der Kinder- und Jugendhilfe geben. Um dieser Entwicklung richtig zu begegnen, spricht sich die AGJ in ihrer aktuellen Position dafür aus, punktuelle Strategien der Fachkräftegewinnung bzw. Personalentwicklung im Rahmen einer Gesamtstrategie zu bündeln und aufeinander abzustimmen und benennt konkrete Maßnahmen. (Foto: pixabay)

Vom Kind und der Familie aus denken, nicht von den Institutionen

Der Vorstand der AGJ hat ein gemeinsames Positionspapier zur Zusammenarbeit von Kinder- und Jugendpsychiatrie und Kinder- und Jugendhilfe beschlossen. Im Interesse der von ihnen unterstützten jungen Menschen müssen Fachkräfte an der Schnittstelle zwischen Kinder- und Jugendpsychiatrie/-psychotherapie (KJPP) und Kinder- und Jugendhilfe (KJH) ihre Zusammenarbeit gestalten. Um sowohl und zuallererst für die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, aber auch für die beteiligten Professionen, die Zusammenarbeit sinnvoll und möglichst erfolgreich zu gestalten, bedarf es einer guten Kooperation.

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ und die kinder- und jugendpsychiatrischen Fachverbände (BAG KJPP und BKJPP) und die wissenschaftliche Fachgesellschaft des medizinischen Fachgebietes KJPP (DGKJP) bestärken die in den Strukturen vor Ort tätigen Personen, sich dieser Zusammenarbeit zielgerichtet zu widmen und diese auch bei bereits bestehenden guten Kooperationsbeziehungen weiter voranzubringen. Mit dem Ziel, diese Zusammenarbeit im Sinne eines „Vom Kind und der Familie aus denken, nicht von den Institutionen“ zu fördern und bestehende Prozesse zu unterstützen, und um ggf. auch eine erneute Reflexion über bereits erstellte Kooperationsvereinbarungen anzuregen, haben sich AGJ, BAG KJPP, BKJPP und DGKJP als auf Bundesebene tätige Akteure auf gemeinsame Positionen und Empfehlungen verständigt.

AGJ-Positionspapier „Teilhabe: ein zentraler Begriff für die Kinder- und Jugendhilfe und für eine offene und freie Gesellschaft“

Insbesondere durch die Debatte um eine inklusives SGB VIII wird der Begriff „Teilhabe“ in der Kinder- und Jugendhilfe zunehmend selbstverständlich gebraucht. Aber ist wirklich klar, was damit gemeint ist und wie wenig der Begriff sich im SGB VIII bisher wiederfindet? Die AGJ regt einen Grundsatzdiskurs zur Bedeutung der Dimension Teilhabe in der Kinder- und Jugendhilfe an. Sie wirft mit Blick auf die fachliche Umsetzung Aspekte auf, die die Aufgaben und Grenzen bei der Ermöglichung von Teilhabe bestimmen. Zudem positioniert sie sich rechtspolitisch zur Verankerung von Teilhaberechten im SGB VIII in der Form von Individualansprüchen und Infrastrukturleistungen. Die AGJ will durch dieses Papier den begonnenen Verständigungsprozess innerhalb der Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe sowie mit der Behindertenhilfe fortführen, um zu klären, welche Erwartungen an die Weiterentwicklung hin zu einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe gestellt werden und wie diese erfolgen kann. Das Positionspapier wurde am 06./07.12.2018 vom Vorstand der AGJ verabschiedet.

Vorstand beschließt Diskussionspapier „Familienunterstützung in der Lebenswelt von jungen Menschen und ihren Familien. Hilfen zur Erziehung als Bestandteil einer ganzheitlichen Infrastruktur"

Im Mittelpunkt des Papieres steht die Frage, wie es gelingen kann, lebensweltorientierte Strukturentwicklungen, niederschwellige Hilfen im Sinne des § 16 SGB VIII, Regelangebote der Kinder- und Jugendhilfe in den Stadtteilen und individuelle Unterstützungsleistungen der Hilfen zur Erziehung anschlussfähig zu gestalten bzw. so miteinander zu verschränken, dass ein bedarfsgerechtes Spektrum an Leistungen mit einem tatsächlichen und nachvollziehbaren Mehrwert für Kinder, Jugendliche und ihre Familien entsteht. Dazu werden in dem Papier Thesen vorgestellt, wie diese wirkungsvolle Unterstützung in der Lebenswelt von Familien ermöglicht werden kann. Die Thesen betreffen die Flexibilisierung der Hilfe zur Erziehung, die „seismographische“ Funktion des ASD/RSD, die bereichs- und ressortübergreifende Planung sowie die Kooperation und Verknüpfung von Angeboten.

Zwischenruf: Spezifische und anlassbezogene Anrechnung informell und non-formal erworbener Kompetenzen in der Kinder- und Jugendhilfe ermöglichen – Europäische Impulse nutzen und erfahrbar machen!

Die AGJ plädiert in ihrem Zwischenruf für eine spezifische und anlassbezogene Anerkennung non-formal und informell erworbener Kompetenzen. Gleichzeitig zeigt sie auf, was in anderen Ländern bereits in diesem Bereich realisiert wird und was wir von diesen Ländern lernen können. In ihrem Zwischenruf spricht sich die AGJ klar gegen den Weg einer standardisierten, vorsorglichen Formalisierung non-formaler und informeller Angebote aus, die langwierig, kostenintensiv und angesichts der Vielfalt möglicher formaler Berufs- und Bildungsangebote nicht zielführend ist. Sie nimmt dabei die Perspektive von Jugendlichen und (jungen) Erwachsenen ein, die non-formal und informell Kompetenzen erworben haben und nicht nachvollziehen können, warum diese beim Zugang zum formalen Berufs- bzw. Bildungssystem keine Bedeutung haben (sollen). Die Befürchtung, dass dieser Prozess eine negative Rückwirkung auf die autonome, nicht arbeitsmarkt- und bildungspolitisch herzuleitende Konzeption und Praxis der Jugendarbeit haben wird, sofern die Verfahren sich aus dem formalen Bildungsbereich herleiten, ist für die Argumentation leitend.

AGJ verabschiedet Positionspapier Das Recht gehört zu werden (Art. 12, UN-Kinderrechtskonvention). Partizipation in der Kindertagesbetreuung.

In Bezugnahme auf den staatlichen Wirkungsbereich und das Alter von 0 bis 6 Jahren fokussiert dieses Positionspapier auf das Recht auf Partizipation in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege. Die Verpflichtung aus Art. 4 der UN-Kinderrechtskonvention, die Vertragspartnerin möge alle geeigneten Gesetzgebungs-, Verwaltungs- und sonstigen Maßnahmen zur Verwirklichung der Kinderrechte ergreifen, bezieht sich auf den staatlichen Bereich. Explizit nicht erfasst von diesem Papier sind also unter anderem der private familiäre Bereich, das Recht auf Partizipation in medizinischen Entscheidungen und das Recht auf Anhörung in Verwaltungs- oder gerichtlichen Verfahren sowie das Recht auf Partizipation in den Hilfen zur Erziehung. Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ skizziert mit diesem Positionspapier, wie Kinderrechte als Basis des pädagogischen Handelns in der Kindertagesbetreuung wirken. Das Positionspapier wurde am 6./7.12.2018 vom Vorstand beschlossen.

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Cover FORUM JUGENDHILFE 2/2018

FORUM JUGENDHILFE 4/2018

Im Fokus - Jugendpolitik / Jugendstrategie u.a. mit den Themen Jugend-Check und EU-Jugendstrategie 2019-2027

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