Im Fokus

70 Jahre AGJ - Zukunft der Kinder- und Jugendhillfe gestalten

Gefeiert wurde am 18. Oktober in Berlin. Bundesjugendministerin Dr. Giffey würdigte die Arbeit der AGJ und Prof. Dr. Rauschenbach nahm die 160 Gäste in seiner Festrede mit auf eine kleine Zeitreise. Des Weiteren ging es in einem sehr spannenden Podiumsgespräch u. a. mit der AGJ-Vorsitzenden Prof. Dr. Böllert darum, wie die Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe für junge Menschen gestaltet werden sollte.

30 JAHRE UN-KINDERRECHTSKONVENTION – GESAMTGESELLSCHAFTLICH FÜR KINDERRECHTE EINTRETEN

Zum heutigen 30. Geburtstag der UN-Kinderrechtskonvention macht die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ weiterhin auf gravierende Lücken bei der Umsetzung der Kinderrechte aufmerksam. Umsetzungsdefizite sieht die Dachorganisation der Kinder- und Jugendhilfe beispielsweise bei der Nichtdiskriminierung von Kindern. Es gibt immer noch entscheidende strukturelle Benachteiligungen sowohl von Kindern aus Familien mit niedrigem Einkommen, nichtdeutscher Familiensprache oder geringen Bildungsressourcen als auch bei Kindern mit Behinderung. Dieses hat der zuständige UN-Ausschuss bereits beim letzten Staatenberichtverfahren kritisiert. „Die AGJ fordert deswegen ein weites Verständnis von Inklusion, das auf Verschiedenheit als Normalfall abzielt. Das heißt, auf Bundesebene Rahmenbedingungen, Konzepte und Strukturen so zu gestalten, dass Organisationen, Träger und Akteure der Kinder- und Jugendhilfe dabei unterstützt werden, Inklusion zu leben. Die Umsetzung einer inklusiven Lösung im SGB VIII wird von der AGJ seit vielen Jahren nachdrücklich unterstützt,“ sagte der Geschäftsführer, Peter Klausch heute in Berlin.

Kooperationsprojekt „Demokratie und Vielfalt in der Kindertagesbetreuung“ zieht Bilanz

Nach einer zweieinhalbjähriger Projektumsetzung zog das Kooperationsprojekt „Demokratie und Vielfalt in der Kindertagesbetreuung“ jetzt Bilanz und reflektierte seine Erkenntnisse. Auf der Fachtagung „Früh übt sich. Bildung für Demokratie und Vielfalt in der Kindertagesbetreuung“ am 6./7.11.2019 in Berlin wurden darüber hinaus zentrale Fragen zu früher Demokratiebildung und Vielfaltspädagogik erörtert. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf der gesellschafts- und fachpolitischen Relevanz des Themenfeldes sowie seiner rechtlichen und strukturellen Rahmung.

Zwischenruf zur Einführung verkürzter Ausbildungsgänge für frühpädagogische Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe

Mit diesem Zwischenruf bezieht die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ Position in der Diskussion um die Einführung neuer, verkürzter Ausbildungsgänge für frühpädagogische Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe und will hierzu eine breite und öffentliche Diskussion mit dem Ziel anstoßen, eine Absenkung von Qualifikationsstandards und die Etablierung einer Schmalspur- und Sackgassenausbildung zu verhindern.

Anlass für diesen Zwischenruf ist eine der AGJ vorliegende Beschlussvorlage des Ausschusses für Berufliche Bildung der Kultusministerkonferenz, die den Beschluss für eine verkürzte Erzieherinnen- und Erzieherausbildung in der Sitzung der Kultusministerkonferenz am 5. Dezember d. J. vorsieht. Die Beschlussfassung ist im verkürzten Verfahren vorgesehen und wurde bisher unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne Einbeziehung der Fachlichkeit der Kinder- und Jugendhilfe behandelt.

Die AGJ positioniert sich zum Verhältnis von Kinderschutz und Hilfen zur Erziehung – Tendenzen und Auswirkungen

In den letzten beiden Jahrzehnten ist eine gewachsene gesellschaftliche Aufmerksamkeit und Verantwortung für den Kinderschutz zu verzeichnen. Der Gesetzgeber reagierte u. a. mit der Einführung und nachfolgenden Konkretisierung der Schutzvorschriften in § 8a SGB VIII sowie der Verabschiedung des Bundeskinderschutzgesetzes. Die gesamtgesellschaftliche Bedeutungssteigerung des Kinderschutzes hat auch vielfältigste Auswirkungen auf die Kinder- und Jugendhilfe. Positive Auswirkungen spiegeln sich u. a. in der erhöhten Sensibilisierung der sozialpädagogischen Fachkräfte für den Schutz von Kindern und Jugendlichen wider. Mit dem Bedeutungszuwachs des Kinderschutzes sind aber auch Herausforderungen für eine Aufgabenwahrnehmung der Kinder- und Jugendhilfe, die die Rechte der Kinder und Jugendlichen sowie ihrer Familien achtet und sensibel gegenüber Schutz- und Hilfebedürfnissen ist, verbunden. Die AGJ hinterfragt in ihrem Positionspapier damit verbundene, teilweise etablierte Vorgehensweisen, Instrumente und Rahmenbedingungen, um daran anknüpfend, notwendige Reflexions- und Handlungsbedarfe aufzuzeigen und einzufordern.

Zwischenruf zum 5./6. Staatenbericht der Bundesrepublik Deutschland zu dem Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ hat sich in einem Zwischenruf zum Fünften und Sechsten Staatenbericht der Bundesrepublik Deutschland zu dem Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes geäußert. Die AGJ würdigt darin das starke Engagement von staatlichen und nichtstaatlichen Stellen für die Umsetzung der Kinderrechte. Dennoch macht die AGJ deutlich, dass es weiterhin gravierende Lücken bei der Umsetzung von Kinderrechten in Deutschland gibt, die bei einer differenzierten Befassung mit der Umsetzung von Kinderrechten nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Anhand von AGJ-Stellungnahmen wird auf bestehende Umsetzungsdefizite hingewiesen und letztlich dafür geworben, dass zukünftig ein differenzierterer Blick auf die Umsetzung von Kinderrechten geworfen, eine empirisch gesicherte Bestandsaufnahme hinsichtlich der Umsetzung von Kinderrechten vorgenommen wird und eine ehrliche Betrachtung der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention stattfindet.

Deutscher Kinder- und Jugendhilfetag 2021

Der Termin für unseren nächsten Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag steht. Europas größter Jugendhilfegipfel findet vom 18. bis 20. Mai 2021 in Essen statt. Das Motto: "Wir machen Zukunft - Jetzt!" Die Veranstalterin - die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe - AGJ - bedankt sich beim Gastgebenden Land NRW, der Gastgebenden Stadt Essen und beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Deutscher Kinder- und Jugend(-hilfe) MONITOR 2017

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ hat einen Scan zur Situation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland gemacht – und dazu aktuelle Daten und Fakten analysiert und fokussiert. Die Grundlagen bilden dabei das kinder- und jugendpolitische Leitpapier der AGJ und die für den 16. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT) erstellte empirische Analyse der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfe-Statistik im Forschungsverbund des Deutschen Jugendinstituts und der TU Dortmund sowie der Bildungsbericht 2016 und der 15. Kinder- und Jugendbericht. Das Ergebnis stellt die AGJ im „Deutschen Kinder- und Jugend(-hilfe) Monitor 2017“ vor.

Aktuelle Neuerscheinung

FORUM JUGENDHILFE 2/2019

Im Fokus - Radikalisierung und Extremismus u.a. mit den Themen Linksextremismus, Religiös begründeter Extremismus und Rechtsextremismus

Projekte