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Jetzt anmelden: Online-Fachveranstaltung “Reclaim the space! Junge Menschen stärken, digitale Räume sicher gestalten!”

Freitag, 16. Oktober 2026 | 10:30 Uhr -13:00 Uhr | Online via Zoom

Gemeinsame Online-Fachveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe - AGJ und der National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention.

Einladung

➡️ Anmeldung bis zum 15. Oktober möglich: Teilnahmeformular

Die Einwahldaten für den Zoom-Raum werden kurz vor der Veranstaltung an die Teilnehmenden per E-Mail versendet. 

Junge Menschen informieren sich online, tauschen sich aus, bilden Meinungen, gestalten Beziehungen. Sie beteiligen sich an gesellschaftlichen und politischen Debatten und prägen damit schon heute politische Trends.

Digitale Räume eröffnen ihnen so nicht nur Möglichkeiten zu Teilhabe, sondern auch zur demokratischen Beteiligung. Damit das gelingt, müssen diese Räume für sie zugänglich, nutzbar und sicher sein. Genau das verspricht ihnen auch die UN-Kinderrechtskonvention, mit dem Recht auf Information, Beteiligung und Schutz vor Gewalt.

Die Realität sieht oft anders aus: Plattformbetreiber*innen verdienen Geld mit gefährlichen Inhalten. Mit Designs, die gesundheitsschädliches Verhalten bewusst in Kauf nehmen. Mit Algorithmen, die Desinformation, Hass und Gewalt befördern. Ihre wirtschaftlichen Interessen kollidieren mit den Rechten junger Menschen. Deshalb wehren sich Digitalunternehmen gegen politische Steuerung. Und genau deshalb ist Regulierung so wichtig.

Was tut sich auf EU-Ebene?

In den vergangenen Jahren hat die Europäische Union rechtliche und politische Rahmenbedingungen geschaffen. Sie sollen digitale Räume sicherer, demokratischer, transparenter und kinder- sowie jugendgerechter machen. Die Veranstaltung gibt einen Überblick aus kinder- und jugendpolitischer Perspektive: Welche Gesetze, Initiativen und Strukturen gibt es bereits, und was bedeuten sie konkret?

Was bedeutet das für die Praxis vor Ort?

Europäische Vorgaben wirken erst, wenn sie auf nationaler Ebene ankommen und in politische Prozesse einfließen. Für die Kinder- und Jugendhilfe heißt das: Welche Strukturen setzen diese Vorgaben um, wer ist dafür zuständig, und was bedeutet das für die Arbeit mit jungen Menschen vor Ort? Gemeinsam laden AGJ und NC alle Menschen ein, die ihr Wissen und ihre Handlungsfähigkeit erweitern wollen, sei es, um Digital- und Medienpolitik in Deutschland und der EU mitzugestalten, oder um junge Menschen im digitalen Raum gut zu begleiten und zu unterstützen.

In kleinen Break-Out-Sessions wollen wir einzelne Themen vertiefen. Auf welche rechtlichen Grundlagen stützen sich regulatorische Ansätze, und wer setzt sie wie um? Wie lassen sich digitale Räume so gestalten, dass sie jungen Menschen politische Beteiligung, Information und soziale Teilhabe ermöglichen? Wie können ihre Rechte gestärkt und sie vor Gewalt, Hass und Desinformation geschützt werden? Welche Ansätze bieten bestehende Strukturen für Fachkräfte, um junge Menschen im digitalen Raum politisch zu bilden, ihre Medienkompetenz zu stärken und sie bei Gewalt durch Beschwerde- und Meldeverfahren zu begleiten?
 

Programm

Moderation:  Torsten Krause, Stiftung Digitale Chancen und Mitglied des Vorstandes der National Coalition Deutschland


10:15 Uhr  Einlass in den Zoom-Raum


10:30 Uhr  Eröffnung und Begrüßung (DE)

Alexander Nöhring, Geschäftsführer, Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ
Alexia Knappmann, Geschäftsstellenleitung der National Coalition Deutschland e.V. 

 

Teil I  Digitale Räume wirksam gestalten und regulieren

10:40 Uhr Keynote „Schutz und Teilhabe im digitalen Raum: Europäische Ansätze zur Plattformregulierung“ (DE)

Sebastian Gutknecht, Leitung Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BZKJ) und Mitglied der Expert*innenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ 


11:00 Uhr: Kommentierung der Keynote aus europa- und jungendpolitischer Perspektiv

  • „Gestaltung und Regulierung digitaler Räume aus jugendpolitischer Perspektive“ 
    Nevio Chodura, EU-Jugendvertreter des EU-Jugenddialogs in Deutschland
  • „Politische Einordung des genutzten und ungenutzten Handlungsrahmens der EU zur Gestaltung digitaler Räume“
    N.N.


Teil II  Jugend(arbeit) in (un)regulierten digitalen Räumen 

11:35 Uhr  Breakout-Sessions

A) Möglichkeiten und Grenzen der Regulierung auf nationaler und europäischer Ebene(DE)
In dieser Session wird die Keynote vertieft und diskutiert, welche aktuellen politischen und rechtlichen Entwicklungen laufende Debatten um eine Regulierung des digitalen Raums prägen. Welche politischen Handlungsspielräume und rechtlichen Grenzen bestehen auf nationaler und EU–Ebene, wer regelt und wer setzt Regeln um?
Sebastian Gutknecht, Leitung BZKJ und Mitglied der Expert*innenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“

B) Demokratie unter Plattformbedingungen am Beispiel Gaming (DE)
Welche Rolle spielen Games und ihre Communities bei der politischen Orientierung, demokratischen Teilhabe und Radikalisierung junger Menschen? Anhand konkreter Praxisbeispiele aus dem Projekt Good Gaming Support diskutieren wir, wie Jugendliche in der pädagogischen Arbeit dabei unterstützt werden können, Gaming-Inhalte und -Plattformen kritisch zu reflektieren.
Julia Reinhold, Bildungsreferentin bei Good Gaming Support, Amadeu Antonio Stiftung

C) Methoden für politische Medienbildung im digitalen Raum (DE)
Wie können junge Menschen im digitalen Raum gestärkt und für die Gefahren von Online-Radikalisierung sensibilisiert werden? Welche pädagogischen Ansätze und Methoden fördern dabei kritisches Denken, Medienkompetenz und demokratische Urteilsfähigkeit? Anhand von Praxisbeispielen aus den Schulworkshops von Mediale Pfade wird ein kurzer Einblick in die Prävention von Online-Radikalisierung gegeben und es werden konkrete Methoden vorgestellt. Im interaktiven Teil können einzelne Methoden gemeinsam ausprobiert und Erfahrungen, Herausforderungen und Bedarfe aus der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe diskutiert werden.
Johanna Balsam, politische Bildnerin im Bereich Antidiskriminierung und der Prävention von Online-Radikalisierung bei medialepfade.org – Verein für Medienbildung e.V.

D) Schutz, Befähigung und Teilhabe: Kinderrechte im digitalen Raum (DE)
Diese Breakout-Session informiert darüber, wie die Kinderrechtskonvention im digitalen Umfeld verwirklicht werden soll und gibt einen Einblick dazu, wie sich dies in Deutschland konkretisiert und umsetzt. Darüber hinaus wollen wir gemeinsam darüber sprechen, welche Rolle Kinder und Jugendliche selbst bei der Gestaltung des Kinder- und Jugendmedienschutzes spielen. Dies wird anhand von Praxisbeispielen vorgestellt.
Hannah Böhmig, Deutsches Kinderhilfswerk, Abteilung Programme 
Torsten Krause, Stiftung Digitale Chancen und Mitglied des Vorstandes der National Coalition Deutschland

E) Von europäischer Politik zur Praxis – Instrumente für ein sicheres digitales Umfeld (EN)
Wie lassen sich europäische Strategien und Initiativen für ein sicheres, kinder- und jugendgerechtes digitales Umfeld in die Praxis umsetzen? Anhand von Beispielen aus der Initiative „Better Internet for Kids“ der Europäischen Kommission – verfügbar unter https://better-internet-for-kids.europa.eu/  – beleuchten wir in der Breakout-Session unterschiedliche Ansätze auf EU- und Mitgliedstaatenebene. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, was diese Entwicklungen für politische Akteur*innen und die Zivilgesellschaft in Deutschland bedeuten und welche konkreten Ansatzpunkte und Handlungsmöglichkeiten sich daraus ergeben.
Hans Martens, Leiter von Digital Citizenship bei European Schoolnet, Experte für Jugendmedienschutz im digitalen Raum 

F) Kinderrechte online stärken – Perspektiven der Advocacy-Arbeit in Europa (EN)
Wie kann zivilgesellschaftliche Advocacy dazu beitragen, Kinderrechte in der europäischen Digitalpolitik zu stärken? Eurochild gibt Einblicke in seine europäische Advocacy-Arbeit, die Zusammenarbeit mit politischen Entscheidungsträger*innen und die Beteiligung von Kindern – etwa über den NOVA Council – und diskutiert gemeinsam mit den Teilnehmenden, wie zivilgesellschaftliche Akteure politische Prozesse wirksam mitgestalten können.
Mieke Schuurman, Direktorin des Bereichs Kinderrechte und Kapazitätsaufbau, Eurochild

G) Digitale Räume mitgestalten oder aneignen? (DE)
Digitale Räume sind nicht einfach gegeben – junge Menschen gestalten, verändern und eignen sie sich auf vielfältige Weise an. Die Session beleuchtet emanzipatorische Potenziale alternativer digitaler Räume und fragt, mit welchen kreativen und technischen Ansätzen junge Menschen digitale Räume selbst gestalten oder in bestehende Räume intervenieren. Zugleich geht es darum, wie junge Menschen ihre Perspektiven in politische Debatten und Entscheidungsprozesse rund um Digital- und Medienpolitik einbringen können.
Rosanna Oehme, Projektmanagerin bei Jugend hackt, Expertin zu digitaler Demokratie, Überwachungstechnologien und Big Tech
 

12:30 Uhr Vorstellung der Ergebnisse aus den Breakout-Sessions

12:45 Uhr Ausblick und gemeinsamer Abschluss

13:00 Uhr  Ende der Veranstaltung
 

Hinweis zur Sprache: Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch statt. Die Diskussion mit dem Publikum wird in Deutsch stattfinden. Übersetzungen für Vorträge ins Englische bzw. Deutsche werden nach Möglichkeit zur Verfügung gestellt. Beiträge und Fragen können sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch gestellt werden – im Chat oder mündlich. Wir unterstützen auf Wunsch gern bei der Übersetzung. Die Kürzel DE und EN markieren die jeweilig hauptsächlich verwendete Sprache des Programmpunktes.


Sign up now: Reclaim the space! Empowering young people, creating safe digital spaces!

Friday, 16 October 2026 | 10:30 a.m.–13:00 p.m. | Online via Zoom

Joint online expert event organised by the Child and Youth Welfare Association – AGJ and the National Coalition Germany – Network for the Implementation of the UN Convention on the Rights of the Child.

Invitation

➡️ Registration open until 15th October: Registration form
Participants will receive the Zoom access details by email shortly before the event. 

Young people seek information online, exchange ideas, form opinions and build relationships. They participate in social and political debates and are already shaping political trends today. 

Digital spaces thus provide opportunities for participation, political education and democratic engagement. For this to work, these spaces must be accessible, usable and safe for young people. This is also what the UN Convention on the Rights of the Child promises them through the rights to information, participation and protection from violence.

Reality often looks different: Platform operators make money from harmful content and from designs that knowingly accept harmful effects on users’ health. Algorithms amplify disinformation, hate and violence. Their economic interests conflict with the rights of young people. This is why digital companies resist political regulation. And this is precisely why regulation is so important.

What is happening at EU level?

In recent years, the European Union has established legal and policy frameworks intended to make digital spaces safer, more democratic, more transparent and more child- and youth-friendly. The event provides an overview from a child and youth policy perspective: Which laws, initiatives and structures are already in place, and what do they mean in practice?

What does this mean for practice on the ground?

European policies and regulations only take effect when they are implemented at national level and feed into political processes. For child and youth services, this raises questions such as: Which structures implement these requirements, who is responsible, and what does this mean for work with young people on the ground? AGJ and NC invite everyone who wants to expand their knowledge and capacity to act – whether to help shape digital and media policy in Germany and the EU, or to effectively accompany and support young people in digital spaces.

In small breakout sessions, we will explore selected topics in greater depth. What legal frameworks underpin regulatory approaches, and who implements them and how? How can digital spaces be designed to enable young people to participate politically, access information and engage socially? How can their rights be strengthened and how can they be protected from violence, hate and disinformation? What approaches do existing structures offer professionals to provide political education in digital spaces, strengthen young people’s media literacy, and support them in cases of violence through complaint and reporting procedures?

Programme

Moderation:  Torsten Krause, Digital Opportunities Foundation and Member of the Board, National Coalition Germany

10:15 a.m.  Access to the Zoom room

10:30 a.m.  Opening and welcome (DE)

Alexander Nöhring, Executive Director, Child and Youth Welfare Association - AGJ
Alexia Knappmann, Head of the Secretariat, National Coalition Germany 

 

Part I  Effectively Shaping and Regulating Digital Spaces

10:40 a.m. Keynote “Protection and Participation in the Digital Space: European Approaches to Platform Regulation” (DE)

Sebastian Gutknecht, Director of the Federal Agency for Child and Youth Protection in the Media (BZKJ) and Member of the Expert Commission “Child and Youth Protection in the Digital World” 

11:00 a.m.:  Comment on the keynote from a European and youth policy perspective

  •  “Shaping and regulating digital spaces from a youth policy perspective”

     Nevio Chodura, EU Youth Delegate to the EU Youth Dialogue in Germany

  • “Political assessment of the EU’s scope for action – used and unused – in regulating digital spaces “
    N.N.


Part II  Youth (Work) in (Un)regulated Digital Spaces 


11:35 a.m. Breakout sessions

A) Opportunities and Limits of Regulation at National and European Level (DE)
This session builds on the keynote and explores the current political and legal developments shaping debates around the regulation of the digital space. What political room for manoeuvre and legal constraints exist at national and EU level? Who regulates, and who is responsible for enforcing the rules?
Sebastian Gutknecht, Director of the BZKJ and Member of the Expert Commission “Child and Youth Protection in the Digital World”

B) Democracy Under Platform Conditions: The Example of Gaming (DE)
What role do games and gaming communities play in young people’s political orientation, democratic participation and radicalisation? Drawing on practical examples from the Good Gaming Support project, this session explores how young people can be supported in educational settings to critically reflect on gaming content and platforms.
Julia Reinhold, Educational Officer at Good Gaming Support, Amadeu Antonio Foundation

C) Methods for political media education in the digital space (DE)
How can young people be empowered in digital spaces and sensitised to the risks of online radicalisation? Which educational approaches and methods promote critical thinking, media literacy and democratic judgement? Practical examples from Mediale Pfade’s school workshops will provide a brief insight into the prevention of online radicalisation and introduce concrete methods. In the interactive part, participants can try out selected methods together and discuss experiences, challenges and needs from the practice of child and youth services.-
Johanna Balsam, political educator working on anti-discrimination and the prevention of online radicalisation at medialepfade.org (Association for media education)

D) Protection, Empowerment and Participation: Children’s Rights in the Digital Environment (DE)
This breakout session will explore how the Convention on the Rights of the Child is to be implemented in the digital environment and provide an insight into how this is being translated into practice in Germany. We will also discuss the role that children and young people themselves play in shaping child and youth media protection, illustrated by practical examples.
Hannah Böhmig, German Children’s Fund, Programmes Department
Torsten Krause, Foundation Digital Chances and Member of the Board, National Coalition Germany

E) From European Policy to Practice – Tools for a Safe Digital Environment (EN)
How can European policies and initiatives for a safe, child- and youth-friendly digital environment be translated into practice? Drawing on examples from the European Commission’s Better Internet for Kids initiative – available at https://better-internet-for-kids.europa.eu/ – this session will elaborate on different approaches which exist at EU and at Member State level, while exploring what these developments might mean for political actors and civil society in Germany, identifying potential entry points and opportunities for action.
Hans Martens, Head of Digital Citizenship at European Schoolnet, expert on child and youth online safety 

F) Strengthening children’s rights online – perspectives on advocacy work in Europe (EN)
How can civil society advocacy help strengthen children’s rights in European digital policy? Eurochild will provide insights into its European advocacy work, cooperation with policymakers and child participation – for example through the NOVA Council – and discuss with participants how civil society actors can effectively shape political processes.
Mieke Schuurman, Director of Children’s Rights and Capacity Building, Eurochild

G) Shaping or Appropriating Digital Spaces? (DE)
Digital spaces are not simply given – young people shape, change and appropriate them in diverse ways. This session explores the emancipatory potential of alternative digital spaces and asks how creative and technical approaches can enable young people to shape digital spaces themselves or intervene in existing ones. It will also consider how young people can bring their perspectives into political debates and decision-making processes around digital and media policy.
Rosanna Oehme, Project Manager at “Youth hacking”, expert on digital democracy, surveillance technologies and Big Tech
 

12:30 p.m. Presentation of the breakout session results

12:45 p.m. Outlook and Closing

13:00 p.m.  End of the event
 

Language note: The event will be held in both German and English. The discussion with the audience will take place in German. English or German translations of presentations will be provided where possible. Contributions and questions can be made in either German or English, both in the chat and verbally. We are happy to assist with translation upon request. The abbreviations DE and EN indicate the primary language used for each programme item.

Gefördert vom:
Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Im Rahmen des:
KJP - Kinder- und Jugendplan des Bundes. Stärken, was die Zukunft trägt.

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