Unsere Angebote und Leistungen: Projekte
Deutscher Kinder- und Jugendhilfepreis
Die AGJ verleiht den Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreis – Hermine-Albers-Preis – und schreibt diesen in der Kategorie Praxispreis der Kinder- und Jugendhilfe alle zwei Jahre zu einem aktuellen Thema aus dem Bereich der Kinder- und Jugendhilfe aus. Die AGJ verleiht ebenso im zweijährigen Rhythmus den Theorie- und Wissenschaftspreis und den Medienpreis der Kinder- und Jugendhilfe ohne Themenbindung. Stifter des Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreises sind die Obersten Jugend- und Familienbehörden der Länder.
Zweck des Preises:
- Es sollen Personen, die im Bereich der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien bzw. in den Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe tätig sind, angeregt werden, neue Konzepte, Modelle und Praxisbeispiele zur Weiterentwicklung der Theorie und Praxis der Kinder- und Jugendhilfe auszuarbeiten und darzustellen und ihre Arbeit der Fachöffentlichkeit bekannt zu machen.
- Journalist*innen sollen angeregt werden, über die vielfältige Arbeit der Kinder- und Jugendhilfe (ihre Inhalte, Methoden, Arbeitsweisen und Träger) zu berichten und somit wirklichkeitsnah über die Leistungen und Angebote der Kinder- und Jugendhilfe zu informieren.
- Die Bekanntmachung und ggfs. Veröffentlichung der mit dem Preis ausgezeichneten Arbeiten soll die Theorie und Praxis der Kinder- und Jugendhilfe fördern und unterstützen und weitere Kreise für die Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe interessieren.
Deutsche Kinder- und Jugendhilfetage
Mit dem alle vier Jahre stattfindenden Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT) bietet die AGJ das zentrale Forum zum Erfahrungsaustausch, zur Diskussion und Fortbildung in Europa. Zentrale Elemente Deutscher Kinder- und Jugendhilfetage sind der Fachkongress und die Fachmesse.
Der Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag
- bietet Raum für Austausch und Netzwerkarbeit und ermöglicht dabei die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Standpunkten in Theorie und Praxis der Kinder- und Jugendhilfe.
- stellt nicht nur ein Forum für den Diskurs innerhalb der Kinder- und Jugendhilfe dar, sondern im Sinne von Querschnittspolitik wird der Dialog mit den kinder- und jugendpolitisch Verantwortlichen gesucht.
- fördert die Fort- und Weiterbildung von Fachkräften und ist zentrale Ideen- und Know-how-Börse für die Kinder- und Jugendhilfe.
- gibt einen Einblick in die alltägliche Praxis, stellt konzeptionelle Entwicklungen, innovative Modelle und Projekte vor.
- informiert die Öffentlichkeit über Aufgaben, Angebote und Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe.
- zielt auf die gemeinsame Durchsetzung verbesserter gesellschaftlicher Rahmenbedingungen für Kinder, Jugendliche und ihre Familien.
Der 19. DJHT findet voraussichtlich 2029 statt.
Weitere Informationen: www.jugendhilfetag.de
Das Portal der Kinder- und Jugendhilfe
In Kooperation mit IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e. V. realisiert die AGJ seit dem 1. Januar 2005 das Projekt Das Portal der Kinder- und Jugendhilfe. Dieses Internetangebot bietet aktuelle Nachrichten zu Entwicklungen und Aktivitäten im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe sowie zu thematisch angrenzender Forschung und Politik. Querschnittsthemen und Debatten von aktuell herausgehobenem Interesse für die Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland sowie in europäischen Bezügen werden hierbei abgebildet. Ergänzend zu Nachrichten und Hintergrundberichterstattung bietet das Online-Portal in einem Info-Pool zahlreiche Querverweise zu Materialien, Veranstaltungen, Fortbildungen und Projekten. Neben Hinweisen zu Fördermitteln und Finanzierungsmöglichkeiten wird ebenso über relevante Gesetze auf Bundes- und Länderebene informiert. Der umfangreiche und kostenfreie Stellenmarkt ergänzt das Service-Angebot. Ein zweiwöchiger Newsletter versorgt alle Abonnent*innen regelmäßig mit den wichtigsten Neuigkeiten, gibt einen Einblick in aktuelle Schwerpunktthemen und informiert über politische Entwicklungen sowie Initiativen.
Als partizipatives Projekt legt das Portal viel Wert auf eine möglichst große Beteiligung und Koproduktion der Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe. Verbände und Organisationen aus allen Handlungsfeldern haben die Möglichkeit einer großen Fachöffentlichkeit eigene Inhalte und Angebote nahezubringen. Die Veröffentlichung auf dem Portal kann über frei zugängliche Formulare oder durch direkte Kontaktaufnahme erfolgen.
Das Portal der Kinder- und Jugendhilfe wird gefördert von der Arbeitsgemeinschaft der Obersten Jugend- und Familienbehörden (AGJF) sowie dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).
Weitere Informationen: www.jugendhilfeportal.de
jugendgerecht.de – Arbeitsstelle Eigenständige Jugendpolitik
Mit dem Projekt jugendgerecht.de – Arbeitsstelle Eigenständige Jugendpolitik unterstützt die AGJ die Weiterführung der Eigenständigen Jugendpolitik.
Ziele sind die Weiterentwicklung und Verbreitung der Grundsätze, Handlungsstrategien, Aufgaben und Inhalte einer Eigenständigen Jugendpolitik, um die Bedeutung der Lebensphase Jugend und das politische und gesellschaftliche Engagement für das Thema zu stärken.
Die Arbeitsstelle bezieht sich auf die bestehenden Grundsätze, Leitlinien und Ziele der Eigenständigen Jugendpolitik, macht aktuelle Entwicklungen transparent und befördert jugendpolitische Diskussionen. Sie verbreitet und entwickelt die Inhalte einer Eigenständigen Jugendpolitik im engen Austausch mit Expert*innen aus Theorie und Praxis weiter, um die politische Bedeutung der Lebensphase Jugend und das politische und gesellschaftliche Engagement dafür zu stärken.
Weitere Informationen: www.jugendgerecht.de
Digitale Kompetenzen in der Kinder- und Jugendhilfe
Digitale Medien spielen in der Kinder- und Jugendhilfe eine große Rolle – ob als Alltagsmedien in Form von Social Media oder im Rahmen von Fachsoftwareanwendungen, beispielsweise in der Diagnostik und Falladministration. Trotzdem gibt es kaum systematisches empirisches Wissen zum Stand der Digitalisierung in der Kinder- und Jugendhilfe oder zu den entsprechenden Anforderungen, Kompetenzprofilen und Qualifizikationsangeboten. Die Qualität fachlichen Handelns mit besonders vulnerablen Zielgruppen im Kontext der digitalen Transformation in einem der größten Berufsfelder der Bundesrepublik ist strukturell nicht abgesichert.
Diese Lücke will das durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) geförderte Verbundprojekt Digitale Kompetenzen in der Kinder- und Jugendhilfe (kurz: DiKoJu) der Universität zu Köln und der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ schließen. Im Fokus stehen dabei die Fragen, welcher Stand der Digitalisierung in der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland vorhanden ist und welche Qualifikationsbedarfe für die Kompetenzentwicklung von Fachkräften sich daraus handlungsfeldspezifisch und -übergreifend ergeben.
Die wissenschaftliche Begleitung sowie die Verbundkoordination liegen bei der Universität zu Köln unter der Leitung von Prof’in Dr. Nadia Kutscher am Lehrstuhl für Erziehungshilfe und Soziale Arbeit. Die AGJ übernimmt im Rahmen der Kooperation die Einbindung der Praxis in das Projekt.
Weitere Informationen: www.dikoju.de
Themenbotschafter*in Gesundes Aufwachsen
Das AGJ-Projekt Themenbotschafter*in Gesundes Aufwachsen gefördert vom Nationalen Zentrums Frühe Hilfen als Weiterleitung von Mitteln aus dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und von der Auridis Stiftung (Projektlaufzeit von 2026 – 2028) befasst sich mit der Zusammenarbeit der Kinder- und Jugendhilfe und dem Öffentlichen (Kinder- und Jugend-)Gesundheitsdienst. Entlang von Beispielen Guter Praxis einzelner Kommunen wird in Werkstattforen erörtert, wie Zusammenarbeit entsteht und erhalten wird, wodurch Synergien entstehen und wo bzw. welche Unterstützung durch die Landes- und Bundesebene notwendig ist. Verbindend ist dabei eine grundsätzliche Familienorientierung vor dem Hintergrund der Vielfalt familiärer Familienformen und Lebenslagen. In den Blick genommen werden die Handlungsschwerpunkte Kindertagesbetreuung, niedrigschwellige Familienangebote und Offene Kinder- und Jugendarbeit. Begleitet wird die Projektumsetzung von einem Expert*innen-Rat bestehend aus unterschiedlichen Vertreter*innen sowohl der Kinder- und Jugendhilfe als auch des Gesundheitssystems.
Ziel des Projektes ist es aus kommunalen Erfahrungen abzuleiten, wie Bundes- und/oder Landespolitik Rechtskreis übergreifende, gesundheitsförderliche Gestaltung der Lebenswelt Kommune unterstützen und wie diese voneinander lernen können.
Ergebnisse werden in themenbezogenen Impulspapieren und im Rahmen einer Transferkonferenz im Jahr 2028 vorgestellt.
Weitere Informationen: hier