Deutscher Kinder- und Jugendhilfepreis 2026 – Hermine-Albers-Preis – in Berlin verliehen
Herausragendes Engagement für junge Menschen durch hessische Sozialstaatssekretärin Manuela Strube im Namen der Bundesländer gewürdigt und durch die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ ausgezeichnet
Am 1. Oktober 2026 wurde in Berlin der Deutsche Kinder- und Jugendhilfepreis 2026 – Hermine-Albers-Preis verliehen. Sozialstaatssekretärin Manuela Strube sprach bei der Preisverleihung im Namen des Stifters, den Obersten Jugend- und Familienbehörden der Länder, für das Vorsitzland der Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) Hessen. Gemeinsam mit der Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) Dr. Gabriele Weitzmann, und der Juryvorsitzenden Prof. Dr. Nadia Kutscher übergab sie anschließend die sechs Auszeichnungen in den Kategorien Praxis, Theorie und Wissenschaft sowie Medien.
In ihrer Rede würdigte Staatssekretärin Strube die Bedeutung des Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreises für die Länder und ging dabei auf die Namensgeberin des Preises Dr. Hermine Albers ein. Ihr Wirken erinnere daran, woran sich Handeln messen lassen müsse: an den Lebensbedingungen junger Menschen und an der Hilfe, die tatsächlich bei ihnen ankomme.
„Um sich für Kinder und Jugendliche erfolgreich einzusetzen, braucht es auch heute fachliches Können, Beharrlichkeit und die Bereitschaft, Bestehendes zu hinterfragen. Deshalb ist dieser Preis für uns als Länder so bedeutsam. Er macht Arbeit sichtbar, von der andere lernen können. Er schafft Aufmerksamkeit für Erfahrungen, die über den einzelnen Ort hinaus wichtig sind. Und er gibt Menschen Rückhalt, die neue Wege erproben“, sagte Staatssekretärin Strube auf der Preisverleihung.
Die Vorsitzende der AGJ, Dr. Gabriele Weitzmann, ergänzte: „Die heute hier ausgezeichneten Beiträge machen Mut und zeigen, dass die Kinder- und Jugendhilfe durch ihr Zusammenwirken einen wichtigen Beitrag zur Zukunft der Demokratie und zur Bewältigung der gesellschaftlichen Herausforderungen leisten kann.“
Sechs Auszeichnungen für Praxis, Medien sowie Theorie und Wissenschaft
In allen drei Kategorien des Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreises wurde jeweils ein Preis und eine Anerkennung vergeben.
Den Praxispreis, der 2026 unter dem Thema „Demokratiebildung und -förderung in der Kinder- und Jugendhilfe“ stand, erhielten der Kreisjugendring Nürnberg-Stadt/DoKuPäd – Pädagogik rund um das Dokumentationszentrum und das Medienzentrum Parabol e. V. in Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Nürnberg, dem Beteiligungsmodell laut! und dem IPSN – Institut für Pädagogik und Schulpsychologie für das Praxisangebot „Lernort Rathaus“. Eine Anerkennung ging an den Medienzirkus e. V. in Kooperation mit der Jugendpresse Sachsen e. V., metro polis e. V. und JFF für „Tram Talk“.
Den Medienpreis erhielten Larissa Sobral und Daniel Kähler (Radio Bremen) für den Podcast „Ich pflege meine Mama seit ich 13 bin: Young Carer“. Eine Anerkennung erhielt Marius Elfering für seinen Hörfunkbeitrag „Erziehung und Strafe – Jugendkriminalität in Deutschland“.
Mit dem Theorie- und Wissenschaftspreis wurde Dr. Anna Hamer (Universität Frankfurt) für ihre Dissertation „Erziehung – Gewalt – Identität. Erzählungen ehemaliger Adressat*innen über Intensivpädagogische Maßnahmen“ ausgezeichnet. Eine Anerkennung erhielt Dr. Rudolph Meyer (Universität Wuppertal) für seine Streetwork-Ethnographie „Im Käfig – Straßenfußball und Straßenkindheit in einem marginalisierten Quartier“.
Pressefotos finden Sie unter nachfolgendem Link: https://cloud.agj.de/s/oHcFNsj6LdZfTWG (Bitte beachten Sie im Ordner die PDF Bildnachweise_Bildunterzeilen und geben den entsprechenden Nachweis an).
Hintergrundinformationen zum Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreis – Hermine-Albers-Preis einschließlich zitierfähiger Auszüge aus den Begründungen für die Auszeichnungen wurden bereits im Vorfeld der Preisverleihung veröffentlicht (vgl. hier).
Die nächste Ausschreibung des Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreises – Hermine-Albers-Preis – erfolgt im Frühjahr 2027.
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